Die 9 großen Frauenmittel der Homöopathie

DORT, WO DIE GESCHICHTE der Menschheit einst begann, bei Adam und Eva im Garten Eden, darf sie nicht fehlen: die Schlange – Symbol für Weisheit und Heilung, aber auch für Intrige, Verführung und die letztendliche Vertreibung aus dem Paradies. Die Persönlichkeit dieser Frau ist gespalten und ihre Wunde ist die exzessive Eifersucht.


Leidenschaftlich und intensiv wie der Lachesis-Typ ist, kämpft er unaufhörlich entweder gegen sich selbst oder gegen andere Menschen, durch die er sich bedroht fühlt. Während bei anderen Typen entweder die eine oder die andere Seite eines Aspektes vorherrscht – Liebe oder  Hass, Stolz oder  Demut – empfindet Lachesis immer beides gleichzeitig. Sie schwebt zwischen "Genie und Wahnsinn", ständig befeuert von einer geradezu prophetischen Hellsicht. Alles, was sie fühlt, kann sich in jedem Augenblick ins Gegenteil verkehren.

Die homöopathische Arznei Lachesis wird aus dem Gift der Buschmeisterschlange Lachesis muta  hergestellt. Ihr Gattungsname – Lachesis = die Loserin – stammt von einer der drei griechischen Schicksalsgöttinen, den so ge ernannten Moiren. Sie stehen in den Sagen symbolisch für das allen Lebewesen von Geburt an zugeteilte Schicksal. Wunderschön gezeichnet, mit einem symmetrischen Rautenmuster auf dem Rücken, wird die nachtaktive Schlange bis zu drei Meter lang. Sie kann Tage, wenn nicht sogar Wochen an derselben Stelle verharren und auf Beute lauern. Im Gegensatz zu allen andern Grubenottern in Amerika legt sie Eier. Bis ihre Babys schlüpfen, umschlingt sie das Gelege. Am gefährlichsten wird sie, wenn sie ihre Brut bedroht sieht – was im übertragenen Sinne auch auf eine Lachesis-Mutter zutrifft.

Homöopathen beschreiben, dass sowohl die Schlange als auch der Lachesis-Typ Angreifer unerbittlich verfolgt. Ihr Gift führt zu Übelkeit, schweren Darmkrämpfen, Erbrechen und schließlich zu Blutgerinnungsstörungen, die unbehandelt tödlich enden können. Constantin Hering, der Urvater der amerikanischen Homöopathie, prüfte 1828 erstmalig die Wirkung des Giftes bei einer Expedition nach Südamerika. Zusammen mit seinen Schülern fand und beschrieb er nach der Arzneimittelprüfung 3800 Lachesis Symptome. Das Gift stieg durch seine Heilwirkung auf eine Vielzahl hormonell bedingter Beschwerden zu einem der wichtigsten Frauenmittel der Homöopathie auf.

 

HIER BIN ICH!

Bei der Frau, die dem Lachesis-Typ entspricht, fällt äußerlich als erstes ihre Kleidung auf. Man kann sie einfach nicht übersehen: nicht ihre intensive, erotische Ausstrahlung und auch nicht die sehr auffällige und dennoch geschmackvolle Kleidung. Ihre Lieblingsfarben sind rot, türkis, orange – Hauptsache leuchtend. Das gilt umso mehr, je angespannter sie wird. Auf ihre Weise ist sie äußerst anziehend. Wenn sie einen Raum betritt, verschafft sie sich als erstes Platz. Sie wirft den Mantel ab, schiebt Gegenstände auf dem Tisch mit einer großräumigen Geste beiseite und ihre Körpersprache scheint "Hier bin ich!" zu rufen.

"Für jedwedes Ding haben die Unsterblichen jedem Sterblichen seinen Anteil bestimmt."

HOMER (8. JAHRHUNDET V. CHR.)

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CHARMANT UND WACHSAM

Meist gewinnt diese Frau die Herzen der Menschen im Sturm, weil sie Charme und Charisma hat. Ihre Ausstrahlung ist gefühlvoll und geradezu hypnotisch, ohne dass der andere überhaupt merkt, dass er bereits in ihrem Bann gefangen ist. Ihre Begruüßung ist offen und überschwänglich. Doch gleichzeitig ist auch ihre Wachsamkeit spürbar. Sie checkt ihr Gegenüber, ebenso alle anderen Menschen, sogar den Raum selbst. Ihre Augen haben eine geradezu magische Anziehungskraft und sind, wie auch ihre Zunge (ähnlich der Schlange) ständig in Bewegung. Sie tasten die Umgebung insgeheim ab, denn Lachesis fürchtet immer Bedrohung! Ihr Gegenüber spürt, dass ihre Freundlichkeit vielleicht nicht ganz echt sein mag. Doch die Energie ist zu fein, als dass das Bewusstsein sie wirklich greifen könnte.


MIT KLUGER VORAUSSICHT 

Ist eine Lachesis-Frau gesund, hat sie einen geradezu beängstigend guten Instinkt. Sie erkennt und durchschaut die Motivationen anderer Menschen bis in die tiefsten Winkel. Mehr noch: Sie ist klug genug vorauszusehen, welche Konsequenzen Handlungen nach sich ziehen werden. Entsprechend befindet sie sich in einer Art ruhender Wachsamkeit, die zu jeder Zeit startklar ist und sie das Richtige im richtigen Moment tun lässt. Sie sieht das komplette zukünftige Bild von etwas, dessen Entstehung andere vielleicht noch nicht einmal bemerkt haben, schon vor sich. Es ist nahezu unmöglich, ihr etwas vorzumachen. Und oft ist ihre Intelligenz und lebenskluge Weisheit ebenso bestechend wie bereichernd.

DIE ERKRANKTE LACHESIS

Gerät Lachesis jedoch aus dem Gleichgewicht – und dafür ist meist irgendeine Art von Eifersucht der Auslöser – kann man bei einer Frau, die dieses Mittel braucht, keine normalen Maßstäbe mehr anlegen. Denn wenn Lachesis krank wird, fühlt sie über sich selbst genau das, was die Menschheit seit Urzeiten über Schlangen denkt: dass sie niederträchtig sind, arglistig, Symbole für Lust und Versuchung – und insgesamt verantwortlich für das gesamte Desaster der Menschheit. So sieht sich auch der erkrankte Lachesis-Typ. Ihre Furcht, dass andere sie auch so sehen könnten, beginnt jeden ihrer Gedanken zu beherrschen. Ihr größter innerer Zwiespalt ist, wie auch bei Platin, der zwischen Spiritualität und Sinnlichkeit. Doch ihre Schuldgefühle sind ungleich intensiver. Die Unberechenbarkeit, mit der dieser Zwiespalt sie regelmäßig überfällt, die Intensität ihrer animalischen Instinkte lassen sie sich schuldig fühlen, selbst wenn sie (noch) gar nichts getan hat. Sie kennt ihre geheimsten Gedanken und weiß, wozu sie in der Lage wäre …

 

WAS IHR (NICHT) GUT TUT

Nachts ist die Zeit, in der Lachesis kaum mehr zur Ruhe kommt. All ihre Symptome verschlimmern sich durch Schlaf (auch tagsüber) – also dann, wenn das Unterbewusstsein die Oberhand gewinnt. In diesem Sinne hilft es ihr, dass sie nach Mitternacht ihre kreativste Zeit hat und ihre besten Ideen entwickelt. Sie kann sogar tagelang ohne jeglichen Schlaf auskommen und unglaublich hart arbeiten.

Auch Wärme und Alkohol – beides könnte die immensen Kräfte des Unterbewusstseins auf den Plan rufen – verträgt sie nicht gut. Wärme verursacht ihr Kopfschmerzen, besonders linksseitig. Und von Alkohol rötet sich ihre Haut oder schuppt. Wenn Lachesis ihre Instinkte jedoch zu sehr unterdrückt – und es ist Teil ihres Wesens, dass sie dies nahezu ständig tut (!) – dann dauert es nicht lange und alles an ihr scheint intensiv, übertrieben und unersättlich. Im Gespräch mag sie äußerst interessiert an ihrem Gegenüber wirken, doch vor allem wartet sie auf einen Hinweis, wo es gerade nicht so gut läuft. "Ach wirklich, du hattest Streit mit Oliver? Erzähl doch mal …"

Klatsch lenkt sie vom eigenen inneren Überdruck ab. Ein körperlicher Weg, ihren sinnlichen Frust abzubauen, sind Fressattacken. Sie isst, bis nichts mehr hineinpasst und darüber hinaus. Das Verlangen nach Zucker ist für sie dann nahezu unbezwingbar. Aber sie mag auch gern Früchte und kalte Säfte, nach deren Genuss sie sich besser fühlt.

 

Reden ist Gold, Silber und Bronze.

Lachesis braucht irgendein Ventil. Und ein sehr wirkungsvolles (und in ihrem Fall extrem auffälliges) ist ihre Redelust. Sie redet und redet, unablässig, endlos. Der Strom ihrer Worte, das Bedürfnis sich mitzuteilen, ist wie die Ersatzdroge für all die anderen Austauschmöglichkeiten, die sie sich selbst verbietet. Wenn sie unter Dampf steht, redet sie tatsächlich schneller als ihr Gegenüber hören kann! Sie redet sich selbst und andere in eine Art Hypnose, und ihr Schwall ist mit anschaulichen Bildern gespickt. Gleichzeitig versucht sie die ganze Zeit, genau die Rolle zu spielen, von der sie glaubt, dass andere sie von ihr erwarten. Denn auf gar keinen Fall möchte sie, dass andere schlecht über sie denken. Erschwerend kommt hinzu, dass sie bei diesen endlosen Tiraden oft unterhaltsam und faszinierend ist. Sie hat nahezu immer interessante und witzige Themen parat, die sie eins nach dem anderen aus dem Hut zaubert. Ihre Gedanken springen dabei schneller als der Schall, die Sätze bleiben unvollendet, ihrer Ideenfülle kann man nur mühsam folgen.

DER LACHESIS-TYP LÄSST SICH NICHT BEHERRSCHEN

Mit ihrer Intensität und ihren Eifersuchtsanfällen macht Lachesis den anderen mundtot und behält so die Oberhand. Wie genau das Verhältnis zwischen Partnern ansonsten aussieht, lässt sich durch einen Vergleich erhellen – auch mit Mitteln, die das genaue Gegenteil repräsentieren.

 

Hier hat ER das Sagen:

PULSATILLA – sie passt sich gern an und lässt sich umsorgen. Sie hat kein Bedürfnis danach, eigene Entscheidungen zu treffen.
IGNATIA – sie liebt Dramen und er liefert ihr die Anlässe dafür. Für wen sonst sollte sie einen großen Auftritt hinlegen, wenn nicht für ihren Traumprinzen?

STAPHISAGRIA – sie tut alles, um der Harmonie willen. So kann sie ihre Fantasie von der vollkommenen Beziehung aufrechterhalten. Ihre Angst vor dem Alleinsein ist einfach zu groß.

NATRIUM CHLORATUM – sie fürchtet sich vor dem Kummer, der als Folge einer Trennung oder eines Streites auftauchen könnte und bleibt deshalb.

SILICEA – sie vermittelt den Eindruck, dass sie ihrem Mann folgt. Doch das tut sie nur, wenn ihr Wertesystem absolut deckungsgleich ist.

 

Hier ist SIE der Boss:

LYCOPODIUM – sie gibt unter keinen Umständen nach, hat immer Recht. Sie muss einfach das letzte Wort haben.

PLATIN – ein Mann braucht sehr viel Stärke, um ihrem Hochmut etwas entgegenzusetzen. Lässt er sich von ihrem Stolz beeindrucken, hat er keine guten Karten.

SEPIA – sie hat aus Prinzip die Hosen an, weil sie sich von einem Typen nichts vorschreiben lässt.

AURUM – aufgrund ihres Einkommens oder Vermögens und ihres Erfolges im Beruf hat sie ihren Partner oft in der Hand. Sie macht ihm großzügige Geschenke, um ihn von sich abhängig zu machen und ihn zur Dankbarkeit zu verpflichten.

ARSENICUM ALBUM – sie glaubt nicht an Gewaltenteilung. An die Macht kann nur einer kommen: sie.

Der wunde Punkt: Eifersucht

Oft ist Lachesis verheiratet und/oder hat Kinder, die ihr viel bedeuten. Der Lachesis-Typ ist ihnen und auch anderen gegenüber äußerst hilfsbereit und würde gleich herbei eilen, wenn man sie braucht. Ihre andere Seite ist jedoch ihre extreme Eifersucht auf Frauen – nicht nur in sexueller Hinsicht, sondern auch, was Aussehen, Ansehen, Kleidung, Erfolg auf allen Ebenen, Kochen, Wohnung und die Beziehung zu den Kindern angeht: auf nahezu alles!

Wenn die schillernde und interessante Lachesis-Frau innerlich aus dem Gleichgewicht gerät, findet sie immer mehr Dinge, die sie an ihren vermeintlichen Rivalinnen auszusetzen hat und hackt extrem auf ihnen herum. Wenn jemand die gleiche Person mag wie sie selbst, dann schaltet sie blitzartig um und versucht nun mit allen Mitteln, ihre(n) Gesprächspartner(in) davon zu überzeugen, wie schlecht diese dritte Person eigentlich ist, die sie gerade eben beide noch sehr mochten. Sie ist ungemein erfinderisch bei diesem Spiel – eine echte Schlange – und ausgesprochen manipulativ. Sie kann Dreierbeziehungen absolut nicht ertragen … und eine Dreiecksbeziehung ist für sie  bereits dann gegeben, wenn zwei Menschen dieselbe dritte Person gerne mögen.

 

EXTREM UND INTENSIV

Mit ihrer kritischen und wachsamen Haltung anderen Menschen gegenüber hat Lachesis insgesamt gesehen oft nicht einmal Unrecht in ihrem Urteil – ihr Blick ist äußerst scharf. Durch ihre tiefe Auseinandersetzung mit sich selbst, mit ihrem Glauben, mit Gott, mit der permanenten Versuchung durch ihre starken Instinkte, kennt sie so ziemlich alle Täler, die ein Mensch durchwandern kann. Mystik, Spiritualität und Gott sind Themen, die sie zutiefst beschäftigen. Ihr Glaube ist tief in ihr verwurzelt. Gott ist derjenige, dem sie ihre Probleme anvertraut … der Einzige, der sie retten kann. Und in ihrer beträchtlichen Verzweiflung findet sie tatsächlich oft zu großer spiritueller Tiefe.

Doch auch das Gegenteil ist bei ihr möglich: das dogmatische Vertreten einer religiösen Richtung oder leidenschaftlich tiefer Hass und Hohn für alle, die an Gott glauben. Auch sektiererische Vertreter der Homöopathie ("Sie ist die einzig wahre Methode!!!") fallen unter diese Kategorie. Ebenso wie die leidenschaftlichen Hasser und Verächter, die wüst und beleidigend werden, wenn jemand Globuli nimmt und damit gute Erfahrungen gemacht hat: "Ich bitte Sie!! Wo ist der wissenschaftliche Beweis, die Doppelblindstudie? Ich wünsche Ihnen von Herzen eine schreckliche Krankheit, dann werden Sie schon sehen!" Es ist das Extreme ihrer Ansichten, das den Hinweis auf das Mittel liefert. Lachesis ist leidenschaftlich fromm, leidenschaftlich engagiert und leidenschaftlich besorgt um den Zustand der Welt. Dabei ist sie so tief überzeugt von ihren Glaubenssätzen, dass sie sich nicht vorstellen kann, wie jemand nicht ihrer Ansicht sein könnte. So hält sie es auch in Liebe und Partnerschaft.


WER NICHT FÜR MICH IST, IST GEGEN MICH

Es mangelt dem Lachesis-Typ an innerer Klarheit in dem Sinne, Dinge nicht nur beim anderen zu erkennen, sondern auch bei sich selbst zu sehen. Wenn jemand sich aus ihrer Sicht zum Beispiel manipulativ verhält (was oft auch auf sie selbst in hohem Maße zutrifft!), dann erklärt sie dies sofort zur schlimmsten aller Manipulationen und brandmarkt diese Eigenschaft beim anderen als absolut unverzeihlich. Wenn sie in einem solchen Zustand ist, dann fordert sie ganz selbstverständlich Solidarität und Bestätigung von ihrer Familie. Ihre Verordnung: "Wir sind eine Einheit gegen den Rest der Welt." Sie erwartet unumstößliche Loyalität.

 

NIEMAND HASST SO INBRÜNSTIG

Ihre Familie erscheint nach außen hin trotz dieses immensen Drucks meist harmonisch: Eine Lachesis-Mutter ist sehr fürsorglich und sie verteidigt ihre Kinder. Doch genau da gerät sie schon ins nächste Debakel. Wenn irgendjemand es wagt, etwas gegen ihre Kinder zu sagen und sei es noch so wahr, dann ist es in etwa so, als wäre man der Schlange auf den Schwanz getreten. Entweder tötet sie dann mit Worten oder mit Blicken, meist beides. Und selbst, wenn sie noch vermeintlich freundlich reagiert, vernichtet sie ihr Gegenüber wenig später auf subtile Art und Weise.

Lachesis weiß, wo die Wunde beim anderen ist; und sie kann und wird versuchen, ihn dort zu treffen. Hass, Rache, Grausamkeit, das Streuen übler Gerüchte: Ihre scharfe Zunge kennt kein Pardon, wenn sie sich angegriffen fühlt. Sie schreckt in einem solchen Fall vor keiner Hinterhältigkeit zurück, und sie wird auch nicht aufhören, bis sich ihr ganzer Zorn entleert hat. Intrigen am Arbeitsplatz fallen ebenfalls in diese Kategorie. Und voller Genugtuung nimmt Lachesis wahr, wie sich die Schlinge um andere immer weiter zuzieht.

 

Nichts als die Wahrheit, am liebsten meine eigene

Als wären die Dinge noch nicht verfahren genug, ist die entgleiste Lachesis-Persönlichkeit auch noch ausgesprochen empfindlich gegen die Unwahrheiten und Lügen anderer Menschen … merkt aber nicht, wie sie selbst zunehmend die Dinge verdreht. Wenn sie gesund ist, hat sie ein geradezu untrügliches Gespür für Wahrheit oder Lüge. Wird sie jedoch krank, scheint sie besessen von ihrer Wahrheitssuche – so sehr, dass sie schließlich den Wald nicht mehr erkennt vor lauter Bäumen.

Anfänglich empfindet sie nur Misstrauen. Doch in ihren akuten Phasen ist ihr so, als hätte sich die ganze Welt gegen sie verschworen. Lachesis spioniert ihrem Partner hinterher, durchsucht seine Taschen, liest seine Emails, riecht an seiner Wäsche. Sie macht ihm unglaubliche Szenen ohne den kleinsten Beweis einer Untreue. Ihre Eifersucht ist gigantisch und verkehrt sich oft in Neid. Sie wird von Rachsucht getrieben, sodass sie ohne weiteres den anderen komplett zerstören kann. Die Vorstellung, ihn zu verlieren und keinen Sex mehr zu haben, ist für sie die schlimmste von allen. Sie macht sich so verrückt, dass sie genau das erzeugt, wovor sie sich am meisten fürchtet: Sie plant – aufgrund der eingebildeten Untreue ihres Partners – strategisch dessen Vernichtung, und sie ist (ohne homöopathische Hilfe) nun keinem Argument mehr zugänglich.

 

DIE ENERGIE UMLEITEN

Dieser Typ lebt in einer ständigen inneren Konkurrenz. Wenn Lachesis wütend wird, weil sie sich zurückgesetzt oder gekränkt fühlt, wissen gute HomöopathInnen, dass es wichtig ist, sie jetzt nicht zu unterbrechen. Denn zuerst muss sie ihre ganze Rage loswerden. Sie muss sich so sehr leeren wie eine Pulsatilla-Frau erst einmal weinen muss, um ihren Druckpegel zu senken, oder wie eine Staphisagria-Frau als Erstes immer versuchen muss, alle Anwesenden zu besänftigen. Lachesis würde in erkranktem Zustand fast alles, was man ihr persönlich sagt oder sie persönlich fragt, als Angriff sehen. Doch sie kann diese Empfindung schon allein deshalb nicht zugeben, weil sie sich in bestimmten Phasen einfach nicht mehr ausbremsen kann.

 

"Man kann nur in Berührung sein, wenn man fühlt."
ANAIS NIN (1903 – 1977)

 

DAS LEIDIGE HORMONTHEMA

Während der Wechseljahre, aber auch bei anderen hormonellen Schwankungen und deren Folgen, ist Lachesis eine unschlagbare Arznei. Ihre sanfte, nachdrückliche Wirkung bezieht sich keineswegs nur auf die vielen zuvor beschriebenen Seelensymptome. Sie ist auch dann hilfreich, wenn Frauen zum Beispiel unter prämenstruellem Syndrom (PMS) leiden, mit Wassereinlagerung (Ödem) im Gewebe, Rücken- oder Kopfschmerzen und Emotionen wie Wut, Weinerlichkeit oder Depression. Wenn in den Wechseljahren die Regel aussetzt, versucht ihr Körper, sich durch Schwitzen die nötige Erleichterung zu verschaffen; das Blut fließt bei Lachesis nun zum Kopf und verursacht dort berstende oder zusammenschnürende Kopfschmerzen. Sie hat das Gefühl, alles wäre zu eng an ihrem Hals und um die Taille. Auch hier wirkt die Lachesis-Arznei wahre Wunder. Bei diesem Typ muss irgendetwas fließen, damit es ihm besser geht: Schnupfen, Tränen, Worte, Schweiß, Blut; aber auch Geld, das Lachesis zum Beispiel bei exzessivem Shoppen ausgibt; oder durch Selbstausdruck beim Schreiben, Malen oder bei Schauspielerei, und natürlich beim Sex (in der Lebensphase der Wechseljahre darf ihr Liebhaber auch gern viel jünger sein!).

Es ist dieses Symptom – die zwingende Notwendigkeit der Entladung  – das Frauen helfen kann, ihre Energie mithilfe der Homöopathie ganz bewusst umzuleiten und für sich zu nutzen, statt sie gegen sich arbeiten zu lassen. 

 

DIE WEISE FRAU IN IHR

Nicht nur die Abgründe der Verzweiflung in der Seele sind grenzenlos – sondern auch der Himmel darüber. Lachesis kann wieder zu ihrer Lichtseite finden. Sie ist weise und hellsichtig wie die Tempelpriesterinnen der Antike; warmherzig und scharf in ihrem Verstand, fürsorglich und inspirierend. Im erlösten Zustand zeigt sich ihr höchstes Potenzial: Dank ihrer erlebten und erlittenen Erfahrung – und weit über das Vordergründige und Offensichtliche hinaus – kann sie anderen Menschen Einsicht und Heilung bringen.

Symptome von Körper und Seele

Typische Auslöser der Beschwerden:

Eifersucht, Kränkung, Wechseljahre, unterdrückte Sexualität

Symptome und Anwendungsgebiete:

  • Sie erleben eine extreme innere Überreizung
  • Ihre Symptome verschlimmern sich im Schlaf
  • Schmerzen in der linken Körperhälfte oder die Schmerzen wandern von links nach rechts
  • Sie haben eine generelle, große Empfindlichkeit gegen Berührung
  • Sie mögen keine enge Kleidung an Hals oder Bauch
  • Bei Halsschmerz ist das Schlucken von Flüssigkeit schmerzhafter als das Schlucken fester Nahrung. Gefühl von einem Kloß oder Klumpen im Hals, Erstickungsgefühle
  • Sie haben Eierstockbeschwerden (links)
  • Sie neigen zu großer Geschwätzigkeit, weil Sie viele Ideen und Gedanken haben, die Sie schnell entleeren müssen
  • Sie leiden unter Kopfschmerzen, drückend in den Schläfen
  • Sie sind grundsätzlich sehr schmerzempfindlich
  • Hitzewellen und Schweißausbrüche, vor allem in den Wechseljahren
  • Sie leiden unter Thrombose, Krampfadern, Hämorrhoiden
  • Kleine Wunden bluten stark und lange

Modalitäten:

+ Alle Symptome bessern sich bei ungehemmter Ausscheidung; Besserung auch durch kalte Getränke, Essen, frische Luftund Bewegung, Wärmeanwendung (Wärmflasche, Kirschkernkissen).

- Alles ist schlechter nach dem Schlafen; verschlechternd wirken auch Enge, Zusammenschnürung, Alkohol, Ruhe, bedecktes Wetter, Hitze (Sauna, überheizte Räume, Sommerhitze), Berührung und Druck, Bücken, Frühjahr und Herbst.

 

Aus "Die 9 großen Frauenmittel der Homöopathie",

Katrin Reichelt / Dagmar Uhl, GU

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