Die 9 großen Frauenmittel der Homöopathie

VON ALLEN NEUN GROSSEN FRAUENTYPEN ist Silicea der hellsichtigste. Schon als Kind findet man sie nachts irgendwo schlafwandelnd im Haus. Sie sieht Dinge, bei denen Erwachsene dann kopschüttelnd sagen: "Du fantasierst. Das bildest du dir ein." Von ihrer Konstitution her ist sie fein und durchsichtig wie eine kleine Elfe. Sie schaut, als könnte sie die Welt hinter der Welt erkennen, als würde jeder Einfluss einen tiefen Abdruck in ihrer Seele hinterlassen.


Doch in der oft groben Welt der Erwachsenen hat eine solche Zartheit wenig Raum. Und eh sie sich versieht, findet sich Silicea in ihrem Intellekt wieder – im Denken statt im Spüren. Statt weiter ihrer Intuition auch weiterhin zu trauen, flüchtet sie sich in die Überschaubarkeit von harten Fakten. Ihr beeindruckbares Wesen hat sich verfestigt und ist zu Stein geworden: hart, kalt, klar und starr wie der Bergkristall. In der Homöopthie gilt der Silicea-Typ als "chronische Pulsatilla", der oft dann entsteht, wenn ein Pulsatilla-Zustand nicht heilen kann und alle Nachgiebigkeit schließlich gewichen ist.

 

GEFANGEN IM KONZEPTPALAST

Silicea ist die hoch kultivierte Intellektuelle, eine Gefangene ihrer Gedanken und Konzepte. Ihre Arznei führt sie zurück zu dem, was einmal ihre größte Stärke war: Intuition gepaart mit Feingefühl.  In jeder Frau steckt Silicea – Siliziumdioxid. Das Mineral ist, genau wie Natrium muriaticum, ein essenzieller Baustein des menschlichen Körpers. Er sorgt für die Festigkeit von Bindegeweben und Knochen und ist der unsichtbare Straffmacher unter der Haut. Wir alle tragen dieses Mineral in uns. Viel davon, solange wir jung sind. Immer weniger, je älter wir werden. Auch in der Natur kommt Siliziumdioxid reichlich vor. Wir kennen das weißliche, körnige Mineral zum Beispiel als Quarz oder Bergkristall.
Als die ersten Kristalle aus den gefrorenen Berghöhen gebracht wurden, nahm man noch an, dass es sich auf Grund ihrer Farbe und Form um Eis handeln müsse, das durch die Kälte so hart geworden war, dass es nun nicht mehr schmelzen konnte. Man gab diesen wunderschönen und einzigartigen Formationen den Namen „krystalos“, was im Griechischen so viel wie „Eis“ bedeutet. Bis heute hält sich der Mythos, dass Bergkristalle zu Stein gewordenes Wasser seien. In Wirklichkeit ist Silicea das Mineral, das für die Festigkeit und Struktur dieser Welt sorgt. Und genau dieser Aufgabe scheint sich auch Silicea als Frauentyp verschrieben zu haben.

 

WIE SILICEA SICH VERHÄLT
Als Hüterin der Ordnung verfügt sie nicht nur über einen außerordentlich tief greifenden Verstand. Der gesunde Typ verkörpert auch das ausgeprägte, positive Pflichtbewusstsein einer preußischen Gouvernante. Sie ist dabei in jeder Hinsicht kultiviert: in ihren Gedanken, in ihrer Erscheinung, in der Kleidung und in den Themen, die sie faszinieren. Psychologie, Spiritualität, Philosophie und Metaphysik: Sie will dem Leben auf den Grund gehen, es in seiner ganzen Tiefe erforschen, der Mensch heit dienen und Werte bewahren. Sehr ähnlich wie Arsenicum, ist auch Silicea bedacht auf Ordnung und Struktur. Gewissenhaft umsorgt sie ihre Familie, genauso sorgsam führt sie ein ihr zugeteiltes Projekt durch. Doch der alles entscheidende Unterschied zwischen ihr und dem Arsenicum-Typ ist dieser: Arsenicum geht davon aus, dass sie nahezu immer die am besten geeignete Person für eine jeweilige Aufgabe ist. Silicea dagegen ist unentschlossen und traut sich nicht wirklich viel zu, obwohl sie klug und kompetent ist. Oft muss sie erst ihre inneren Widerstände durchbrechen, bevor sie eine Sache wirklich in die Hand nimmt und zu Ende führt. Dann ist sie das typische fleißige Mädchen. Wenn sie nicht zu sehr abgelenkt wird, besteht sie ihre Prüfungen mit den besten Noten.

»Ich sehne mich danach,eine große, noble Aufgabe zu erfüllen, doch es ist meine größte Pflicht, kleine Aufgaben so zu erfüllen, als ob sie groß und nobel wären.«
HELEN KELLER (1880 – 1968)

 

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Silicea ist nicht der Typ Frau, die nach der Macht greift. Sie kämpft auch nicht um Ruhm und Anerkennung. Es scheint ihr nicht einmal etwas auszumachen, wenn jemand die Lorbeeren erntet, die eigentlich sie verdient hätte. Und unter allen Umständen möchte sie sich von Dingen fernhalten, die grob und vulgär sind. Deshalb meidet sie lieber Situationen, in denen es richtig hitzig werden könnte, und erst recht solche, wo Lügen und Intrigen eine  Rolle spielen. Statt um Erfolg geht es ihr eher um Wissen und Erkenntnis.

 

Auf die lange Bank geschoben

Mit diesem hohen Anspruch hat sie es bisweilen schwer. Und er ist ihr auch nicht besonders nützlich. Alles in ihr sagt "Oh, nein", wenn man ihr eine Aufgabe stellt, denn ihre Selbstzweifel sind beträchtlich und ihr innerer Antrieb ist äußerst gering. Noch schlimmer wird es, wenn man sie zur Eile antreibt. Sie ist die ewige Studentin, die lieber immer weiter Wissen sammelt als endlich ihr Examen abzulegen – geschweige denn, sich ins Berufsleben zu stürzen. Sie schiebt diesen Schritt auf die lange Bank und kann Jahrzehnte damit verbringen sich auszumalen, wie sie eine Kanzlei eröffnet oder Lesungen bedeutender Schriftsteller organisiert – doch allzu oft bleibt alles nur ein Traum. Sie ist eine Perfektionistin, und sie ahnt: Wenn sie erstmal mit einem Projekt beginnt, dann wird sie sich derartig darin verbeißen, dass sie nur unter allergrößten Mühen zu einem Ende kommen kann. Es gibt immer noch eine Studie zu lesen und immer noch einen Aspekt, den sie nicht bedacht hat, und immer noch einen Grund, die Abgabe hinauszuzögern.

 

GRÜNDLICHER ALS ALLE ANDEREN
Erhält sie einen Auftrag, hat sie deshalb sofort das Gefühl, dass die Anforderung für sie zu hoch ist. Sie glaubt, dass sie ihr körperlich unter keinen Umständen gewachsen ist, weil sie durch einen Mangel an Lebenskraft außergewöhnlich schnell erschöpft ist. Ihr Gehirn beschleunigt noch einmal die Umdrehungszahl: Begründung fädelt sich an Begründung, warum sie die falsche Person sei. Doch ergibt sie sich dann schließlich ihrem Schicksal und überwindet ihre Unentschlossenheit, dann macht sie es so gründlich und gut wie kaum eine andere Frau. Meist konzentriert sie sich in ihrer Arbeit auf zwei besondere Fähigkeiten, die bei ihr ausgeprägter sind als bei anderen: ihre künstlerische Ader oder ihr Bedürfnis, der Menschheit zu dienen. Silicea ist der Gegenentwurf zum so populären Multitasking. Silicea tut eins zurzeit – und das mit beispielloser Gründlichkeit.


TYPISCHE SILICEA-SYMPTOME
Von ihrem Naturell her scheint sie immer ein wenig auf Abstand zu gehen, so als würde zu viel Nähe ihre Energiereserven zu stark strapazieren. Silicea ist der etwas kantige und spröde Typ, nicht so weich und anschmiegsam wie Pulsatilla oder so dampfend und leidenschaftlich wie Lachesis. Das zeigt sich auch in ihren geistigen Symptomen: Erschöpfung, Antriebslosigkeit, mangelndes Durchhaltevermögen.

Wenn Sie irgendwo einen Splitter oder Dorn haben, der sich einfach nicht entfernen lässt: Eine einmalige Gabe von Silicea in einer C30 Potenz treibt ihn aus, ohne Wunden zu erzeugen.

KNÖTCHEN, KNOTEN & VERHÄRTUNGEN
Auf der körperlichen Ebene sind ihre Fingerspitzen manchmal rau wie Sandpapier, ebenso ihre Wangen. Ihre Fingernägel haben oft Längsrillen, sind brüchig und die Fußnägel wachsen bei ihr schnell ein. Überall dort, wo Verhärtungen zu finden sind – bei Knoten und Knötchen, Zysten und Wucherungen, Fibromen und Karbunkeln – denkt jeder Homöopath sofort an Silicea. Auch geschwollene Drüsen, egal wo, von Talgdrüsen über Milchdrüsen bis zu den Leistendrüsen, gehören in das Einzugsgebiet dieser Arznei. Gerstenkörner, Schwielen – wenn’s hart auf hart kommt, ist Silicea der bewährte Helfer. Auf einen Nenner gebracht: Wenn etwas dazu in der Lage ist, Verhärtungen aufzulösen, dann ist es dieses Mittel. Silicea ist auch ein wichtiger Helfer bei Brustentzündungen, wenn diese sich langsam entwickeln. Das Mittel wird eingesetzt, wenn die Absonderungen wässrig, dünn und blutig sind. 


PRINZESSIN AUF DER ERBSE
Durch ihre äußerste Empfindsamkeit spürt Silicea jede noch so kleine Störung und ist auch auf der Stelle sofort sehr besorgt darum. Das Märchen von der "Prinzessin auf der Erbse" könnte für sie geschrieben sein: Nie können ihre Untertanen die Störung ihres Befindens so abpuffern, dass sie nicht doch noch die Erbse unter den unzähligen Matratzen bemerken würde. Silicea ist ein ausgesprochen "körperliches" Mittel: Es wird viel häufiger bei den zuvor genannten Beschwerden eingesetzt als in seiner Eigenschaft als Konstitutionsmittel.

Die Eisprinzessin, die nur schwer warm wird

Die seelischen Knoten von Silicea lassen sich oft nicht ganz so zügig auflösen, und auch davon hat der Silicea-Typ eine ganze Menge. Man braucht Geduld, um die "Eisprinzessin" (denn so wirkt sie oft auf andere) an den warmen Ofen zu locken. Sie hat Prinzipien, was einerseits ihre große Stärke ist. Sie würde zum Beispiel nie die Unwahrheit sagen (und wenn doch, dann würde sie sich das ewig vorwerfen). Um die Wahrheit zu verteidigen, tritt Silicea sogar aus ihrer vorsichtigen und furchtsamen Haltung heraus und wirft jede Menge leidenschaftlicher Argumente ins Rennen. Doch andrerseits hat sie auch Prinzipien, die verhindern dass sie loslassen, mitten ins Leben springen und es einfach nur genießen kann.

 

GENAU, GANZ GENAU, HAARGENAU
Unter den neun Frauentypen ist Silicea eindeutig die hartnäckigste – diejenige, die sich jeglichem Einfluss widersetzt. Hart, klar, starr wie das Mineral – das trifft auch auf ihren Charakter zu. Auf den ersten Blick erscheint sie zart und schutzbedürftig. Doch Kraft ihrer Prinzipien – und unabhängig von deren Sinnhaftigkeit – weiß sie haargenau, was sie will und was sie nicht will. Ihr einen freundschaftlichen Rat zu geben ist häufig verlorene Liebesmüh, weil sie selbst schon genau weiß, wie sie die Situation handhaben wird. Ihr ein Geschenk zu machen ist eine Wissenschaft für sich, und wenn es nicht ganz genau ihrem Geschmack entspricht, wird sie es todsicher umtauschen. Ihr zukünftiger Ehemann muss genau die Eigenschaften mitbringen, die sie sich vorstellt, und ihre Arbeit muss genau ihren Erwartungen entsprechen, nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Genauigkeit spielt eine so große Rolle in Siliceas Leben, dass man sagen könnte: Es ist im tatsächlichen sowie im übertragenen Sinne das feste Bindegewebe, das ihrem Dasein die verlässliche Struktur verleiht.

HARTNÄCKIGKEIT & CO.
Hartnäckigkeit, Starrsinn, Unnachgiebigkeit sind Eigenschaften, die auch bei anderen Typen beziehungsweise Mitteln zu finden. Dennoch unterscheiden sie sich.

  • Siliceas Lebensregel ist: „Das haben wir immer schon so gemacht“ oder „Das haben wir noch nie so gemacht.“ Was ihr fremd ist, schließt sie von vornherein aus und lehnt meist jeden Versuch ab.
  • Causticum dagegen ist der ewige Rebell, der hartnäckig seine eigene Vision von Gerechtigkeit herstellen muss, ohne Rücksicht auf Verluste.
  • Kalium carbonicum hält an Normen fest und ist dabei niedergeschlagen, störrisch und überempfindlich.
  • Und Pulsatilla wird missionarisch, wenn sie von etwas überzeugt ist. Sie gibt nicht nach, bis sich alle ihrer Meinung anschließen.


WENIG RAUM FÜR ENTWICKLUNG
Diese Frau geht keine Kompromisse ein. Weder erlaubt sie Schlampigkeit noch Oberflächlichkeit, weil es einfach nicht genau dem entsprechen würde, was aus ihrer Sicht in einer jeweiligen Situation angemessen wäre. Ihre Hartnäckigkeit und ihre festen Prinzipien kommen ihr immer wieder in die Quere : Was sie für richtig erachtet oder was ihr zur lieben Gewohnheit geworden ist, ist nicht verhandelbar. Damit steht sie sich selbst auf der Leitung: Die Kombination von beidem – ihre Unentschlossenheit einerseits und Starrsinn in ihren Ansichten und Gewohnheiten andererseits – ist das, was ihr wenig, um nicht zu sagen: fast gar keinen Raum für Veränderung und Entwicklung lässt.

 

PASSIVER WIDERSTAND
Wenn dem Silicea-Typ etwas nicht passt, leistet er keinen offenen Widerstand, wie es Sepia mit scharfen Argumenten, oder auch Ignatia mit großen Dramen, tun würden. Stattdessen ist ihr "Nein" eher passiv. Sie stimmt zum Beispiel den familiären Reiseplänen "… ab in die Berge zum Skifahren!" zunächst vorsichtig zu. Aber wenn sie es überdacht hat und zu dem Ergebnis gekommen ist, dass dieser Urlaub nicht ganz genau ihren Vorstellungen entspricht, dann vergisst sie ihre Skier oder den Thermoanzug. Ihr Statement ist still und zugleich unüberhörbar, und nie würde sie den anderen in ihre Sichtweise hinein zwingen, wie es Arsenicum direkt und Pulsatilla indirekt tun würden.

Die Wahrheit ist: Sie würde einfach viel lieber ins Warme fahren. Denn wenn sie sich verkühlt, wird sie krank und dann fühlt sie sich schrecklich. Ihre Familie hätte es eigentlich ahnen können: Wenn es kalt ist, hüllt sich Silicea sofort in Schichten warmer Wolle; wird sie krank, wickelt sie gleich ihren Kopf in einen Schal. Und außerdem war sie noch nie Skifahren. Das bloße Nachdenken über eine neue Erfahrung ist bereits ein solcher Krafträuber für sie, dass sie lieber gar nicht erst losfährt.

 

EIN SCHWIERIGES THEMA: NÄHE
Wirkliche Nähe und Wärme mit ihr aufzubauen, ist selbst, wenn sie liebt, eine große Kunst. Sie ist so furchtsam und vorsichtig mit allem was sie nicht kennt wie kein anderes Mittel. Dazu kommt die innere Antriebslosigkeit, der  Energiemangel: Hat sie etwas Aufregendes erlebt (selbst, wenn es positiv ist) oder Stress bei der Arbeit gehabt, entwickelt sie schnell Symptome wie Kopfschmerzen oder Magenbeschwerden.

Auch eine Partnerschaft wird durch diese Disposition erschwert: Wenn es eine gibt, findet sie meist jenseits großer Experimente statt. Der Sex ist vorhersehbar, die gleiche vertraute Position, und am liebsten bleibt Silicea zugedeckt unter der Bettdecke. Denn durch ihren generellen Vitalitätsmangel geht ihr das letzte bisschen Wärme beim Sex auch noch verloren (andere Typen laden sich hingegen mit Wärme auf). Kaum ist es vorbei, wechselt sie ansatzlos auf die Sachebene: "Was möchtest du denn morgen gern zum Mittagessen, Schatz?"
Es ist nicht so, dass sie keine Nähe möchte – aber sie verliert dadurch einfach zu viel Kraft. Andererseits wiederum kann sie eine bewundernde Begeisterung für die Heldentaten ihres Partners entwickeln. Dann ist es ihr wichtig, dass nicht nur sie selbst, sondern auch alle anderen immer wieder ins Staunen kommen über seine großartigen Leistungen und ihm dies auch wieder und wieder versichern.


ENTSCHEIDUNGSUNFÄHIGKEIT ...
Für alles, was geschieht, scheint Silicea bereits ein gedankliches Konzept zu haben – so als würde sie sich eine parallele Realität aufbauen, damit sie die rohe Wirklichkeit nicht einholt. In ihren schlechten Zeiten ist die ganze Welt ein Ort voller furchterregender Erfahrungen. Sie erinnert sich endlos an das, was ihr irgendwann widerfahren ist und leitet die Zukunft immer aus der Vergangenheit ab – jedoch nicht aus der Gegenwart. Dadurch entsteht der Eindruck, dass sie nie wirklich "da" ist: entweder, sie trauert irgendetwas hinterher und schwelgt in alten Geschichten (über die sie sich
endlose Selbstvorwürfe machen kann) oder sie versucht, Ereignisse sicherheitshalber voraus zu denken, die dann nie so eintreffen, wie sie sich diese ausgemalt hat.

Wie unentschlossen sie ist und wie furchtsam, hängt bei ihr zu einem erheblichen Teil von ihrer emotionalen und auch finanziellen Sicherheit ab. Für jede Frau haben diese beiden Punkte eine große Bedeutung. Doch nur Silicea wird immer noch unentschlossener und planloser, je mehr einer dieser Aspekte gefährdet ist – bis sie sich schließlich für überhaupt nichts mehr entscheiden kann. "Was ziehe ich an?" "Dieser oder jener Film?" "Bleibe ich zu Hause oder gehe ich spazieren?" Am Ende geschieht oft – gar nichts.

... UND TOTALE VERUNSICHERUNG
Ihren Mangel an Entscheidungskraft macht Silicea durch feste Überzeugungen wett, die sie von ihren Eltern übernommen hat oder zu denen sie am Ende eines langen Denkprozesses gelangt ist. Es sind spirituelle oder philosophische Überzeugungen ebenso wie zum Beispiel die, dass sie zum Einschlafen unbedingt heiße Milch mit Honig braucht. Was ihnen gemeinsam ist: Sie sind in Stein gemeißelt. Eine ihrer Überzeugungen lautet, dass sie es unbedingt richtig machen muss – und zu ihrem Verhängnis oft auch richtig macht, nach all der Sorgfalt, die sie auf jedes Detail verwendet! Das macht sie in der Folge extrem empfindlich für Kritik. Wenn Ihr frischer Apfelkuchen durch einen Vorschlag zur Verfeinerung (aus ihrer Sicht) in Frage gestellt wird, wenn ein Gespräch in seinem Verlauf nicht genau das Ergebnis hat, auf das sie hingesteuert war, ist sie schnell zutiefst verunsichert und fühlt sich angegriffen.

ZU STEIN GEWORDENER SCHMERZ
Empfindet sie etwas als ungerecht, wehrt sie sich vehement. Röte schießt ihr in die sonst eher blassen Wangen, die hochgezogenen Augenbrauen scheinen zu sagen: "Wie kannst du es wagen...?" Und auch, wenn sie ihre innere Kritik nicht äußert: Sie merkt sich diese vermeintliche Ungerechtigkeit! Silicea duldet keine Missachtung. Auch, wenn ihr Selbstvertrauen nur gering ist: Ihre Selbstachtung ist dafür umso stärker. Und so, wie sie sich selbst verteidigt, eilt sie auch anderen zu Hilfe, wenn es aus ihrer Sicht der Anstand und die Gerechtigkeit gebieten. Ihre Integrität ist für sie unumstößlich.
Sie lässt sich nicht "an den Karren fahren". Doch kaum ist sie aus der Versenkung aufgetaucht und hat ihrem gerechten Zorn Luft gemacht, verschwindet sie sogleich wieder und fühlt sich erneut ausgelaugt und erschöpft. Auseinandersetzungen strengen sie – wie nahezu alles andere auch – geistig und körperlich an, und die braucht nun Zeit, um sich zu regenerieren. Fragt man sie später, ob etwas nicht in Ordnung ist, dann lautet ihre Antwort: "Nein, es ist nichts." Anders als der Pulsatilla- oder Natrium-Typ, weiß eine Silicea- Frau aber tatsächlich nicht, dass ihre Stimmung nicht ganz so gut ist, wie sie glaubt. Pulsatilla und Natrium wünschen sich insgeheim, dass der andere ihre wahren Gedanken liest und nachhakt. Doch Silicea ist so abgetrennt von ihrem Schmerz, als ob dieser tatsächlich zu Stein geworden sei. Wenn man es einmal verloren hat, wird es außerordentlich schwer, ihr Vertrauen zurückzugewinnen.


ZURÜCK, MITTEN INS LEBEN
Die Art, wie sie auch zu ihr nahe stehenden Menschen einen gewissen Abstand hält, ihre Unabhängigkeit und der Unwille, sich endgültig zu binden, zeugen von ihrer lähmenden
Angst, Verantwortung zu übernehmen – und dann zu versagen. Doch das ist nur die eine Seite der Wahrheit. Die andere ist ihre natürliche Bescheidenheit. Allzu oft stellt sie ihr Licht aus ihrer Angst heraus unter den Scheffel. Sie traut sich viel weniger zu, als sie erreichen könnte. Und wenn sie erkannt hat, wie die Arznei Silicea sie aus ihrem Glashaus locken kann, dann stellt sie fest: Sie hat viel mehr Kraft als sie denkt!

» Niemand kann dich ohnedein Einverständnis dazu bringen,
dich minderwertig zu fühlen.«
ELEANOR ROOSEVELT (1884 – 1962)

Ihr großer Feinsinn zeigt sich, während sie sich gleichzeitig fester in der Erde verwurzelt. Endlich kann sie die Dinge an den Start bringen, von denen sie bisher nur geträumt hat. Ein wunderbarer und bemerkenswerter Charakterzug an Silicea ist, dass sie – bei allen konservativen Werten, die sie repräsentiert – im gesunden Zustand oft unkonventioneller lebt als die meisten Frauen. Sie können von ihr lernen, was es heißt, Zivilcourage zu beweisen. Dann hat sie den Mut, verstaubte und sinnlose Regeln hinter sich zu lassen. Sie folgt dem, was sie innerlich spürt. Ihr Empfinden für ihren eigenen Weg wird (wieder) so klar und deutlich, dass sie unabhängige und beherzte Entscheidungen treffen kann. Den Spagat zwischen dem, was wert ist bewahrt zu werden, und dem Abenteuer des Lebens schafft keine so wie sie.

 

Symptome von Körper und Seele

Typische Auslöser der Beschwerden:
Nervöse Erregung, geistige Anstrengung, Sex, Impffolgen, Kälte, Wind.
Symptome und Anwendungsgebiete:

  • Mangel an Entschlossenheit und Durchhaltevermögen
  • Empfindlich gegen Berührung, Gerüche und Geräusche
  • Angst vor Nadeln, die Sie überall suchen und sehen
  • Sie fühlen sich körperlich und/oder geistig schwach
  • Empfindlich gegen Kälte, Wind und Zugluft
  • Sie neigen zu Erkältung
  • Sie neigen zu chronischen Eiterungen, Ekzemen, Fissuren und Furunkeln, Zysten, Knoten und Lymphdrüsenschwellungen
  • Brustentzündungen in der Stillzeit; harte Knoten in der Brust generell
  • Bei Bronchitis und Angina tonsillaris (Mandelentzündung)
  • Mangelnde Ernährung von Knochen und Bindegeweben
  • Bei Unterernährung und fehlender Assimilation
  • Bei brüchigen Nägeln und Nagelbettentzündung
  • Bei Entfernung von Fremdkörpern (zum Beispiel Splitter)
  • Fußschweiß und Schweiße, die generell schlecht riechen
  • Bei Kindern, die zu früh geboren sind
  • Silicea ist eines der wichtigsten Mittel bei Impffolgen.

Modalitäten:

+ Besser durch warme Kleidung, vor allem am Kopf, kalte Speisen, Wärmeanwendungen, warme Räume, Sommer, Massage, reichliches Wasserlassen.

- Verschlechternd wirken Kälte, Zugluft, Wind, kaltes Baden, Unterdrückung von Schweiß, Licht, Geräusche, Erschütterungen, die Regelblutung, Mondwechsel, Nächte, Impfungen.

 

Aus "Die 9 großen Frauenmittel der Homöopathie",

Katrin Reichelt / Dagmar Uhl, GU

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