GLOBULiX Portrait Prof. Götz Werner

dm: Weitaus mehr als Utopie

von Hans-Heinrich Reichelt

dm-Gründer Prof. Götz Werner wurde gerade von best brands als "Beste Unternehmensmarke" zum Sieger gekürt – unter starken Mitbewerbern wie Günther Fielmann, Claus Hipp, August Oetker oder Friede Springer. Er ist der Mann mit einer geradezu magischen Vorstellungskraft, was die Zukunft angeht. "Die Utopien von gestern sind die Realitäten von heute. Fliegen war mal eine Utopie, Autofahren war eine und auch die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau war mal eine Utopie. Wenn wir die Zukunft gestalten wollen, dann müssen wir uns fragen: Welche Utopien haben wir heute?"

Wenn er spricht, dann ist leicht vorstellbar, wie dieser Mann Wirtschaftsbosse und Studenten, Kundinnen und Mitarbeiterinnen aus vorgezeichneten Gedankenbahnen hinauskatapultiert und die Tür zu Größerem öffnet. "Samuel Hahnemann ist auch belächelt worden“, unterstreicht er seinen Punkt. „Utopisten werden immer belächelt. Aber ohne Hahnemann und seine Visionen gäbe es nicht die Homöopathie, die so vielen Menschen auf der Welt hilft. Auch mir!"

 

DER DEUTSCHEN LIEBSTER DROGERIEMARKT

Wahrscheinlich sind Sie diesem Mann schon mal begegnet, wenn auch nur indirekt. Denn mindestens eine Vision hat er auf eineWeise wahr gemacht, dass er landauf, landab bekannt ist: Der Heidelberger Drogistensohn Prof. Götz Werner eröffnete mit 29 Jahren seine erste Drogerie. Auf einer Fläche von 180 Quadratmetern bot er damals 2000 Produkte an und die Idee des Discounters mit Beratung war natürlich – Sie ahnen es – noch Utopie. 

Empfehlen Sie diese Seite auf:

Heute führen Werners 1300 dm-Märkte (dm steht als Kürzel für Drogeriemarkt) in Deutschland ein Sortiment von etwa 12 500 Artikeln. Europaweit gibt es mehr als 2600 dm-Märkte. 39000 Menschen arbeiten dort, 25000 davon in Deutschland. Prof. Werner ist mit über sechs Milliarden Euro Jahresumsatz einer der erfolgreichsten Unternehmer Deutschlands.

Nicht nur das: Für seine am Menschen orientierte Unternehmensphilosophie sowie sein Engagement für soziale und kulturelle Projekte bekam er 2004 das Bundesverdienstkreuz, wurde 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz 1.Klasse geehrt. In diesem Jahr hielt er Einzug in die "Hall of Fame“ des Manager Magazins, wurde gekürt als herausragende Persönlichkeit der deutschen Wirtschaft. "Er ist ein Zeuge für die Macht des Wohlwollens", sagte Philosophieprofessor Peter Sloterdijk in seiner Lobrede, "ein Botschafter, der für die Wirksamkeit praktischer Intelligenz eintritt." Ein Unternehmer dazu, dessen Erfolgsphilosophie auf zwei Säulen ruht, die im Zeitalter des Mobbing wie von einem anderen Planeten anmuten: Verständnis und Respekt.Wir trafen Prof. Werner in Karlsruhe, um mit ihm über eine Utopie zu reden, die ihm ganz besonders am Herzen liegt, und sie trägt einen vielversprechenden Namen: bedingungsloses Grundeinkommen. Das bedeutet: Summe X – und Professor Werner denkt dabei an einen Betrag von 1000 Euro monatlich – für jeden als Basisabsicherung. Es gibt viele, die dieser Idee alle möglichen und wenig schmeichelhaften Namen gegeben haben. Nach Ansicht Werners jedoch würde dieses bedingungslose Grundeinkommen unsere Gesellschaft zum Positiven verändern.

 

Ein Zeuge für die Macht des Wohlwollens

"Denn damit", so zählt er auf, "wird die Gesellschaft sozialer – freiheitlicher – wirtschaftlicher – familienfreundlicher – ökologischer – sinnorientierter – angstfreier – krisenfähiger – bewusster – zukunftsfähiger und spannender." Das soll er uns erklären. "Gern", lächelt er. "Dieses Geld bekommt jeder, weil er ein Mitglied unserer Gemeinschaft ist. Die Zahlung ist nicht an Bedingungen geknüpft. Mit der Geburt steht den Menschen diese Summe X zu. Damit soll natürlich keine Faulheit belohnt werden. Aber so mancher würde sich freier fühlen, wenn er nicht den pausenlosen Lebenskampf hätte, das Geld verdienen zu müssen. Wie viele Ängste sind damit täglich verbunden!"

 

KEINE ANGST UM DIE GRUNDVERSORGUNG

Damit spricht er Millionen, auch jungen, talentierten Menschen mit guten Ausbildungsabschlüssen aus der Seele. "In dem Moment, in dem wir befreit sind von Existenznot, werden wir kreativ.Wenn der Mensch sich entwickeln soll, wenn er schöpferisch tätig werden soll, dann müssen Sie ihm Raum geben. Dann dürfen Sie ihn nicht unter Druck setzen. Es werden viele Potenziale freigesetzt, wenn Menschen morgens aufstehen und wissen: Essen und Trinken sind schon mal gesichert." Vorsichtiger Einwand: Und wer soll das bezahlen? Da sieht er verschiedene Möglichkeiten. "Wir waren noch nie so reich wie heute", sagt Werner, "es gibt viele
Wege, den Leuten so viel Geld zu geben, dass JEDER EINZELNE davon bescheiden, aber menschenwürdig leben kann. Wenn wir uns einsperren lassen von alten Vorstellungen, dann können wir nicht darüber hinauswachsen."
Der Unternehmer weiß, dass er der Grundeinkommensbewegung Gewicht durch seine gesellschaftliche Stellung gibt. Von einem erfolgreichen Macher wie ihm nimmt man eigentlich an, dass er einen besonderen Realitätssinn habe und gerade deswegen eher nicht für eine so utopisch klingende Idee wie die des Grundeinkommens sei. Doch genau das Gegenteil ist der Fall … und wahrscheinlich liegt es mit daran, dass Werner mehr Zu- und Vertrauen zu Menschen hat als Misstrauen. Amüsiert erinnert er sich an die Worte seiner 89-jährigen Großmutter, die ihn nach seinen ersten beruflichen Erfolgen fragte: "Du, Götz, sag mal, du hast jetzt so viele Leute. Hast du nicht Angst, dass sie dich beklauen?" Die Antwort von damals blieb seine Grundeinstellung: "Mach dir keine Sorgen, Omi, einer ist besser als der andere."

 

VERTRAUEN IST BESSER ALS STÄNDIGE KONTROLLE

Er erklärt seine Haltung: "Natürlich bin ich in meinem Leben mehrfach von Menschen enttäuscht worden. Aber ich könnte kein großes Unternehmen führen, könnte keine Nacht ruhig schlafen, wenn ich dächte: Die 39 000 Mitarbeiter beklauen uns, die täglich 1,4 Millionen Kunden in Deutschland bestehlen uns." Er zitiert Freiherr vom und zum Stein, der philosophierte: "Zutrauen veredelt den Menschen, ewige Vormundschaft hemmt sein Reifen." Und Werner ergänzt: "Wenn ich nach dem Motto lebe ,Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser‘, dann kann ich in keinen Fahrstuhl mehr steigen, mit keinem Flugzeug fliegen, mit keinem Zug unterwegs sein."
Dass dies nicht nur Worte sind, zeigt sich im Unternehmenskonzept von dm: Die Filialen bestimmen weitgehend selbst ihr Sortiment, ihre Dienstpläne, zum Teil die Vorgesetzten und sogar die Gehälter. Selbst die Neider und erst recht die Analysten vermuten hinter diesem Gestaltungsspielraum der Mitarbeiter bei Entscheidungen den Grund für den Erfolg des Unternehmens … von der hohen Mitarbeiterzufriedenheit gar nicht zu reden.

 

Sozialprojekte, die Menschen verbinden

Das soziale Engagement endet keineswegs im Unternehmen – es wird auch nach außen weitergetragen. Professor Werner nennt das "bürgerschaftliches Engagement", gibt Beispiele. Da sind zum Beispiel die "Singenden Kindergärten" – ein Projekt, das seiner Frau Beatrice ganz besonders am Herzen liegt und jetzt schon in die fünfte Runde geht. Was sich dahinter verbirgt? Musikpädagogen bilden Kindergärtnerinnen aus, um die Freude am Singen mit den Kindern in den Tagesstätten zu fördern und zu erleben. Werner: "Singen verbindet. Wenn in den Kindergärten mehr gesungen wird, kommen alle einander näher – alle sozialen Gruppierungen."

Die „Idee Initiative Zukunft“ ist ebenfalls ein Beispiel, bei dem dm-Mitarbeiter mit Herz und Seele dabei sind: Ob Umweltschutz oder sozial- kulturelles Engagement, ob als Gruppe oder allein, jeder kann auch mit kleinen Ideen Großes bewirken. Genau aus diesem Grund hatten dm und die Deutsche UNESCO-Kommission diese Initiative ins Leben gerufen, um Projekte zu unterstützen, die sich für eine lebenswerte Zukunft einsetzen. dm stellte 2011 mehr als 1,5 Millionen Euro für die Förderung nachhaltiger Projekte zur Verfügung. "2012", sagt der Professor, "schenkte uns das Schaltjahr einen zusätzlichen Tag für das Thema Nachhaltigkeit. An diesem 29. Februar 2012 saßen neben Mitarbeitern auch Förderer von einzelnen Projektgruppen an dm-Kassen und zogen Waren über den Scanner."

Kunden standen extra früh auf, um den Aktionstag mit vielen Prominenten wie Dr. Eckart von Hirschhausen (Projekt "Humor hilft Heilen") oder Hannes Jaenicke (Projekt "Fans for Nature – zur Erhaltung der Lebensräume von Orang Utans“), die sich für ganz unterschiedliche gute Zwecke einsetzen, nicht zu verpassen. Das stolze Ergebnis: "Mehr als 1,8 Millionen Euro wurden bei dieser deutschlandweiten Kassieraktion eingenommen, die den Projekten zugute kommt." Infos: www.dm.de

 

Text: HHReichelt, Fotos: dm

 

Homöopathie für Manager

Prof. Götz Werner schätzt die Homöopathie, hat sie im letzten Jahr – nach der Diagnose "erhöhter Blutdruck" – wieder einmal erfolgreich eingesetzt. "Meine Familie und ich sind schon immer zu homöopathischen Ärzten gegangen und haben damit gute Erfahrungen gemacht. Man muss nicht immer gleich Penicillin oder Antibiotika nehmen – man kann es auch einmal mit einem heißen Fußbad oder Globuli probieren."

Für Professor Werner ist Homöopathie die Basis, die Allopathie für den Notfall.  „Wenn ich mir den Arm breche, muss er natürlich gegipst werden. Aber danach zur Wundheilung und gegen Schmerzen können Globuli sehr wirksam sein. Perfekt wäre, wenn Schulmediziner und Homöopathen unter dem Gesichtspunkt der Ganzheitlichkeit mehr zusammenarbeiten – zum Segen der Patienten."

GLOBULiX-Fans!

NEU: Dein Gluten-Ratgeber

www.flourrebels.com: Dein glutenfreier Gourmet-Shop

Globuli: erste Wahl für Kids!

Erfahrungsmedizin: Schätze der Frauen-Homöopathie 

Starker Partner: emotionale 

Aromatherapie 

Entwicklungshelfer Ärzte ohne Grenzen

Chefredakteurin Katrin Reichelt & Friends bloggen

BESTSELLER

Guter Rat für Einsteiger:

Die magische 11 der Homöopathie

K. Reichelt, S. Sommer,

GU, 12.99 Euro

Globuli bei Angst & Burnout 

HOMÖOPATHIE-EXPERTIN

HP Petra Hofmanns Blog

Homöopathische Mittel bei apo-rot. Große Auswahl & kleine Preise!

Bauchgefühl: ganzheitliche Strategien bei Gluten-Intoleranz

Laufen macht fit, sagt die Uni Harvard. Am schönsten ist es auf dem Golfplatz

Es gibt noch viel zu tun: sanfte Medizin für alle 

EINFACH GESUND

Die 12 wichtigsten  Hausmittel  auf einen Blick

ALTERNATIVEN

Ein Plädoyer für komplementäre Medizin: Globuli statt Pillen,

K. Reichelt, S. Sommer,

GU, 9.99 Euro, Kindle

KOLUMNE

Your Homeopathy Guide in English

NACHLESE

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© GLOBULiX® Katrin Reichelt/Hans-Heinrich Reichelt 2012 |Wunderbare Jahre Verlag