Dr. med. Franziska Rubin: Hauptsache gesund!

Sie ist das Gesicht der komplementären Medizin, Mutter von drei Kindern, Ärztin, TV-Moderatorin, Buchautorin. Sie weiß, wovon sie redet, wenn sie über sanfte Medizin spricht, und den Mund verbieten lässt sich Franziska Rubin schon gar nicht. "Der Patient von heute", sagt sie, "hat sich weiter entwickelt. Die Menschen schlucken nicht mehr alles, was ihnen ein Arzt verordnet wird. Sie wollen wissen, was drin ist. Sie lesen den Beipackzettel... und wenn der ihnen mehr Angst macht als Heilung verspricht, dann greifen sie lieber zur Medizin aus der Natur, zu Hausmitteln oder zu homöopathischen Globuli, die die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstheilung anregen.“

Die anfängliche Skepsis der Arzttochter

Franziska Rubin gehört zu den beliebtesten deutschen Moderatorinnen – die Sendung, die sie jeden Donnerstag moderiert, kommt vom MDR und heißt Hauptsache Gesund. Die Zuschauer (mehr als eine Million) erfahren von der promovierten Ärztin nicht nur neueste Erkenntnisse aus der Schulmedizin und deren Behandlungsmöglichkeiten, sondern auch alles Wichtige über alternative Heilmethoden.

 

WAS PATIENTEN SICH WÜNSCHEN

Eine Umfrage der Universität Köln ergab, dass 80 Prozent der Bevölkerung lieber ein pflanzliches als ein synthetisches Medikament nehmen würden. Nach Ansicht jedes zweiten Deutschen liegen die Vorteile der Naturheilkunde in weniger Nebenwirkungen und einer ganzheitlichen Sichtweise. Rund 80 Prozent sind überzeugt, dass die Naturheilkunde keinen Gegensatz zur Schulmedizin darstellt, sondern eine wichtige Ergänzung.


Dazu gehört auch die Homöopathie, eine Medizin, die Dr. Rubin zu schätzen gelernt hat. Wie für Millionen andere Menschen gab es auch für sie das Schlüsselerlebnis, das sie in Hahnemanns Universum katapultierte. Seitdem behandelt sie nicht nur ihre  drei Mädchen mit Globuli. Im Vorwort zu ihrem Buch "Meine besten Hausmittel – Krankheiten vorbeugen und natürlich behandeln" hält sie aufgrund eigener guter Erfahrung ein Plädoyer für die Homöopathie: „Ein höllischer Schmerz durchfuhr meinen Rücken und ließ mich in den nachfolgenden Wochen nicht mehr los. Ich konnte kaum sitzen oder schlafen. Hilfe suchte ich bei einem Orthopäden. Von ihm bekam ich Tabletten, Spritzen und Übungen verschrieben. Es war wie verhext – nichts linderte meine Beschwerden. Ich war am Verzweifeln. Wieso konnte mir denn keiner helfen? Es kann doch nicht sein, dass unsere fantastische moderne Medizin dem Schmerz nicht zu Leibe rücken kann. Da riet mir mein Freund, mich doch in der Homöopathievorlesung als Patientin zur Verfügung zu stellen. Als Tochter eines Mediziners betrachtete ich die Homöopathie eher mit Skepsis. Doch in meiner Verzweiflung sagte ich zu. Es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Der Homöopath fand das richtige Mittel für mich, und ich wurde meine Rückenschmerzen rasch wieder los. Eine Erfahrung, die mein Denken über Krankheit und Gesundheit, über Befinden und Befund nachhaltig beeinflusst hat und vorsichtige Zweifel am sehr organbezogenen Denken der Schulmedizin aufkommen ließt. Dem Homöopathen war es gelungen, meinen Körper anzustoßen, sich selbst wieder zu ordnen."

Der Beginn einer innigen Beziehung

Diese Erfahrung war der Beginn einer tragfähigen Beziehung zwischen der Ärztin und der sanften Medizin. Und seitdem hat sie großes Interesse daran, möglichst vielen Menschen die Hilfen aus der Naturheilkunde näher zu bringen. "Eigentlich", sagt sie, "hatte ich mir nach meinem Schlüsselerlebnis mit der Homöopathie fest vorgenommen, später einmal eine Klinik für Naturheilweisen zu gründen. Das ist mir nun nicht gelungen - stattdessen mache ich mich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln für die Naturheilkunde stark."

 

AUF DIE NATUR VERLASSEN

Warum erlebt die Naturheilkunde überhaupt diese Renaissance? Dafür hat sie eine einfach Erklärung: "Das Pendel schlägt zurück - die Menschen wollen sich nicht nur auf Antibiotika & Co. verlassen, sondern wollen auf die Methoden zurückgreifen, die schon die Großeltern angewandt haben...." Sie schmunzelt: "Leider fehlt es mittlerweile an Omas, die das noch können."
Auch sie selbst, so Franziska Rubin, hat keine Großmutter, die die alten Überlieferungen auf die Familie von heute übertragen könnte. "Und das war einer der Gründe", so sagt sie, "dass ich dieses Buch geschrieben habe. Ich möchte, dass viele Eltern es lesen. Dass sie lernen, ihren Kindern auch selbst zu helfen und weniger in den Wartezimmern von Kinderärzten verbringen."
Das Buch heißt „Meine sanfte Medizin für Kinder. Mit Hausmitteln natürlich  behandeln und heilen“ (Zabert Sandmann) - 200 Seiten voll mit Informationen und wunderschönen Fotos. Das Thema Kindergesundheit liegt bei bei ihr tatsächlich in den richtigen Händen. Als Ärztin und Mutter von drei kleinen Kindern weiß sie hautnah aus eigener Erfahrung, was sich Eltern kranker Kinder wünschen: zum einen die Sicherheit, das richtige für ihr Kind zu tun, zum anderen schnelle und einfache Selbsthilfe ohne Nebenwirkungen. In diesem Ratgeber-Buch geht die Ärztin zugeschnitten auf die Bedürfnisse der kleinen Patienten ein - vom Säugling bis hin zu Kindern in der Pubertät. Eltern erfahren, wie sie Krankheitssymptome einzuordnen haben, welche Mittel aus der Naturheilkunde helfen können und ob bzw. wann ein Arztbesuch letztlich zur Abklärung ratsam ist.

Das Wissen der Großmütter

Dr. Rubin: "Weil mir die Naturheilkunde aus aller Welt schon immer sehr am Herzen lag, konnte ich feststellen, dass sie für Kinder einen besonders großen Schatz an Anwendungen bereit hält und bei ihnen besonders gut wirkt. Oft bedarf es nur des richtigen Anstoßes, damit Kinder wieder in ihre Balance zurückfinden. Ich bin immer wieder verblüfft, wie schnell ein homöopathisches Mittel, ein Tee oder ein Zwiebelsäckchen eine beginnende Erkrankung im Keim ersticken kann. Werden die Kinder dennoch krank, helfen die Rezepte und Anwendungen, die Krankheiten besser zu überstehen, und lindern die Symptome. Sie stärken die Abwehr, lösen zum Beispiel den Husten oder senken das Fieber.“
Heißt das, dass sie – nachdem sie mit 40 Jahren Zwillinge und 18 Monate später Töchterchen Flora auf die Welt brachte – so gut wie nicht im klassischen Sinne schulmedizinisch behandelt worden sind? Schön wär's gewesen! „Leider nicht", schüttelt sie den Kopf,  "die Zwillinge sind ja zu früh auf die Welt gekommen. Wir haben mit ihnen alles erlebt – Aufenthalt im Brutkasten, auf der Intensivstation, Blutvergiftung, Darmverschluss. Lange Zeit ging es nur um Leben und Tod." Sie kennt das ganze Spektrum von Sorgen und Ängsten, die sich mit der Geburt von Babys einstellen können … beginnend mit der Schwierigkeit, überhaupt schwanger zu werden. "Schon aus dieser Erfahrung möchte ich niemals entscheiden zwischen Naturheilkunde  oder Schulmedizin. Beides muss möglich sein! Zum Segen der Patienten."

Über Ihre Erfahrung, wie schwer es sein kann, Mutter zu werden, kommt am 31. März 2014 ihr neues Buch auf den Markt: "Von Null auf Drei – vom Kinderwunsch zum Wunschkind" (Südwest Verlag).

 

ZWISCHEN OFFENHEIT UND IGNORANZ

Die Ärztin sieht mittlerweile  durchaus eine immer größere Bereitschaft zur Annäherung zwischen Schulmedizin und Therapeuten mit komplementären Methoden. Wenngleich sie ein Erlebnis nicht aus ihren Gedanken streichen kann, das sie einmal sehr, sehr nachdenklich gemacht hat. Dr. Rubin: "Ich saß im Flugzeug, als sich ein mir bekannter Professor neben mich setzte... als er mich erkannte, beschimpfte er mich: 'Sie, Sie...was erzählen Sie immer einen Blödsinn im Fernsehen... Sie, Sie Sie mit Ihrer Hommüopathie...!' Und dann setzte er sich weg von mir." Rubin: „So war‘s... er konnte Homöopathie nicht einmal richtig aussprechen... aber er musste darüber schimpfen... Gott sei dank werden die Ressentiments gegenüber der Hahnemannschen Medizin immer geringer.“
Warum ist aus ihrer Sicht die Naturheilkunde oftmals besonders geeignet für Kinder? Die Antwort gibt sie in ihrem Buch: "Darauf gibt es eine sehr einfache und klare Antwort. Sie unterstützt das körpereigene Immunsystem und aktiviert die Gesundheitsressourcen, also das individuelle Potenzial jedes Menschen, sich im Rahmen seelischer und körperliche Prozesse selbst zu helfen. Naturheilkundliche Mittel beseitigen Symptome nicht einfach, sondern stoßen im Körper Prozesse an, um ihn zur Selbstheilung oder Besserung von Symptomen anzuregen."


ANTIBIOTIKA: ZU VIEL, ZU SCHNELL

Tatsächlich ist es so, dass Kinder heute immer noch zu schnell und zu viele Medikamente bekommen. Das gilt besonders für Antibiotika. Diese werden ihnen sogar häufiger verordnet als Erwachsenen. So ermittelte die Universität Bremen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, dass innerhalb eines Jahres 33 Prozent der Erwachsenen ein Antibiotikum erhielten, bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren waren es es sogar noch mehr – 38 Prozent! Jedes zweite Kind zwischen drei und sechs Jahren bekam laut der Krankenkasse Barmer GEK einen solchen Bakterienkiller, vor allem bei akuter Mittelohrentzündung, fiebriger Erkältung und Grippe. Dr. Franziska Rubin: "Das war häufig nicht nur unnötig, sondern falsch! Denn meistens sind bei diesen Infektionen Viren die Auslöser. Gegen die aber helfen Antibiotika nicht. Gerade bei Kindern ist es deshalb entscheidend, dass Antibiotika nur im Notfall und nur gezielt eingesetzt werden."

 

Apis Belladonna immer in der Tasche

Sie hat mit ihren Büchern und ihrem Wiisen nicht nur einen riesigen Leserkreis gewonnen, auch in ihrem Freundeskreis vertrauen die meisten auf Globuli & Co. „Ich selbst verlasse nie ohne Apis Belladonna das Haus, gegen meine Schwachstelle Halsschmerzen."  Natürlich kennt sie die Vorbehalte von manchen, die die Wirkung immer noch anzweifeln, weil es keinen wissenschaftlichen Nachweis für die Methode gibt, und natürlich muss sie sich auch manchmal solchen Diskussionen stellen. "Wer heilt, hat recht", ist dann natürlich eine ihrer Antworten – und sehr gern zitiert sie auch die Antwort eines ihr befreundeten und der Homöopathie sehr nahestehenden Professors, der in solchen Momenten sagt: "Die Homöopathie ist mit unseren Methoden nicht zu erfassen – aber wir versuchen ja auch nicht, ein Glas Wasser mit dem Zollstock zu messen..."

BUCHTIPP

Liebe, Zuwendung, erprobte Hausmittel und die richtige Homöopathie: Mit diesem Mix hat Franziska Rubin ein wunderbares Buch für Eltern geschaffen, um ihren Kindern einen guten und sanften Start ins Leben zu geben. In der Babyzeit beginnend wächst dieses Buch mit bis in die Jugendjahre - geschrieben von einer Frau, die die Höhen und Tiefen des Mutterseins aus eigener Erfahrung kennt.

Meine sanfte Medizin für Kinder – mit Hausmitteln natürlich behandeln und heilen, Dr. med. Franziska Rubin, Zabert Sandmann, 19,95 Euro

 

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