GLOBULiX Portrait Felix Finkbeiner

Nicht reden. Pflanzen.

von Hans-Heinrich Reichelt

„Wir dürfen die Gestaltung unserer Zukunft nicht den Erwachsenen allein überlassen. Wir können uns nicht auf sie verlassen. Wenn Kinder nicht nach Lösungen suchen und Druck machen, wird noch sehr lange nichts passieren. Deshalb retten wir Kinder eben die Welt – Baum für Baum.“


Da hat er leider Recht. Felix Finkbeiners Augen leuchten dennoch hinter der Brille. Auch wenn ihm Gleichgültigkeit immer wieder und überall begegnet: Er konzentriert sich einfach auf das, was er will. Und schon erreicht hat.

Er ist 14. Mit neun Jahren hat Felix Finkbeiner die Initiative „Plant-for-the-Planet“ gegründet und Kinder auf allen Kontinenten mit seinem Engagement für die Umwelt angesteckt. Seitdem haben Kinder und Erwachsene auf der ganzen Welt mehr als 12 Milliarden Bäume gepflanzt. Bis 2020 sollen es weltweit 1000 Milliarden sein. Eine unvorstellbare Zahl!

Empfehlen Sie diese Seite auf:

Ausländische Zeitungen haben den jungen Klimaretter „Environmental Superstar“ genannt, das Magazin Focus zählt ihn zu den 100 einflussreichsten Deutschen. Die Neider lauern schon, mit Fragen wie: „Willst Du mit all den Bäumen eine Gärtnerei aufmachen?“ Oder: „Wenn Du größer bist, willst du dann Förster werden …?“ Der STERN hat sich auf so vielen Seiten so große Sorgen um Felix' seelische Gesundheit gemacht, dass man sich unwillkürlich wünscht, sie hätten sich in der Redaktion genauso viele Sorgen um das Baumsterben gemacht.

Felix schüttelt nur den Kopf: „An diesen Fragen sehe ich, dass es immer noch Menschen gibt, die nicht verstanden haben, worum es wirklich geht: um unser Leben!“
Mit einem Referat in der internationalen Schule in Starnberg fing alles an: Die Kinder sollten sich mit der Klimakrise beschäftigen. Felix recherchierte im Internet und war entsetzt: „Als ich gelesen hatte, wie viel Kohlendioxid (CO2) wir mit unseren Autos, unseren Fabriken und Kraftwerken in die Luft pusten, und was das CO2 und die anderen Treibhausgase in der Atmosphäre anrichten, ist mir richtig schlecht geworden. Da heizt sich die Atmosphäre auf, die Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt. Unsere Zukunft wird zerstört, und die Menschen sitzen einfach nur rum und diskutieren.“ Das Referat, das Felix vor seiner Klasse hielt, trug den Titel „Das Ende der Eisbären“. Darin hat er den Treibhauseffekt erklärt, und dass Bäume CO2 binden und in Sauerstoff verwandeln können. Zum Schluss sagte er: „Lasst uns in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen.“ Und so geschah es.

Den Gedanken dazu hatte Felix von Wangari Maathai (gest. 2011) übernommen. Die kenianische Friedensnobelpreisträgerin, die es geschafft hatte, dass in Afrika in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt wurden, ist sein großes Vorbild. Den ersten dieser Weltidee pflanzte Felix am Eingang zu seiner Schule – ein Apfel-Zierbaum.

Gebt den Kindern das Kommando …

Wir sitzen im bayerischen Uffing am Staffelsee, dort wo er mit seinen Eltern direkt am Wasser die Ferien verbringt, auf einem ursprünglich gebliebenen Stück Land ohne Elektrizität und fließendes Wasser, außer dem im See natürlich. Hat ihn der überwältigende Erfolg überrascht? Er breitet seine Arme weit aus, redet immer mit dem ganzen Körper: „Ich find’s einfach klasse. Wir können so riesig viel tun für unsere Zukunft. Aber ehrlich – dass so viele Kinder mitmachen, hätte ich nie gedacht.“

China, Japan, Mexiko, Afrika, Amerika – mit seinen Vorträgen hat er sie überall begeistert: „In Afrika waren wir in den Slums und in den Eliteschulen … ALLE wollen mitmachen, aus ALLEN Schichten.“

 

DIE MACHT DER BEDENKENTRÄGER

In seinem leidenschaftlichen Appell bei der UNO-Vollversammlung in New York 2011 forderte Felix in fließendem Englisch in einer zehnminütigen freien Rede die Vertreter der UN zum Handeln auf. „Die Erwachsenen wissen Bescheid über die Armutskrise und Naturkatastrophen, aber wir Kinder verstehen einfach nicht, warum sie nicht handeln“, rief er. „Viele von Ihnen werden das Jahr 2100 vielleicht nicht mehr miterleben. Aber für uns Kinder wird es Teil unseres Lebens sein, und schlussendlich auch eine Frage des Überlebens!“ War er nervös? Er nickt. „Unglaublich nervös.“ War sein Vater dabei? „Ja, aber da kann einen keiner beruhigen.“

Bisweilen musste sein Vater auch hilflos zusehen, wenn sein kleiner Sohn flammende Reden vor reichen Amerkanern hilt – und ihnen nicht einen Cent für sein Projekt aus der Tasche leiern konnte. Enttäuschung zu ertragen ist Teil des Deals.

 

 

In New York entstand der Name der Kampagne „Stop talking. Start planting.“ („Redet nicht – pflanzt“) „Reden allein stoppt das Schmelzen der Gletscher nicht.“ Herbert Grönemeyers Hit fällt einem ein: "Gebt den Kinder das Kommando, sie wissen nicht, was sie tun …" Es ist diese Unschuld, wie sie nur in Kindern zu finden ist, die den ganzen Gehirnsalat der Erwachsenen, warum etwas nicht funktionieren kann, einfach aushebelt.

 

SEINE FANS SIND DIE TAKTGEBER DER WELTGEMEINSCHAFT

Felix riss Prominente aus aller Welt in einen wahren Begeisterungsstrudel: Bundespräsident Joachim Gauck, Prinz Albert II. von Monaco, Peter Maffay, Michael Stich, Prinzessin Haya von Jordanien, Felipe von Spanien, Harrison Ford, Al Gore, Gisele Bündchen und unzählige mehr.Manche Erwachsene halten seine Initiative immer noch für eine Utopie, meinen, ihn belächeln zu müssen. Felix: „Stellen wir uns einmal vor, wir wären ein Moskito und stünden einem Rhinozeros gegenüber. Glauben wir, dass wir das Tier dazu bewegen können, seine Richtung zu ändern? Vermutlich nicht. Aber wenn wir Tausende Moskitos sind, dann wird das Rhinozeros in eine andere Richtung laufen. Wenn ein paar Kinder Bäume pflanzen, dann mag der einzelne Baum nicht viel bewirken. Wenn sich aber die Kinder der ganzen Welt zusammentun und Bäume pflanzen, dann können wir gemeinsam die Welt verändern.“ Bleiben nicht Schule, seine beiden Schwestern, Freunde bei all diesem Engagement auf der Strecke? „Überhaupt nicht“, sagt er, „für meine Freunde habe ich genug Zeit. Natürlich bekomme ich von der Schule für lange Reisen nach Amerika, China oder nach Singapur schulfrei. Aber was ich versäume, kann ich nachholen. Und außerdem – es gibt Kinder, die länger krank sind als ich unterwegs bin.“

 

1 Million Tafeln gute Schokolade = 200.000 Euro für neue Bäume

Mittlerweile haben Felix und der Weltvorstand von Plantfor-the-Planet (kein Kind ist älter als 14) eine weitere Idee auf vielfältigste Weise realisiert: die „Gute Schokolade“ – fair und klimaneutral. In mehr als 4000 deutschen Läden wird sie angeboten, die Tafel für einen Euro. Handel und Hersteller verzichten auf ihre Gewinne. So fließen von jeder verkauften Schokolade 20 Cent zu Plant-for-the-Planet. Felix ist überglücklich: „Fünf verkaufte Tafeln Schokolade finanzieren wieder einen Baum. Wir haben Anfragen aus 19 Ländern, in denen Geschäfte unsere Schokolade verkaufen wollen!“

Die Schokolade ist zu einem Bestseller geworden, über 1 Million Tafeln sind inzwischen über den Ladentisch gegagngen. Genau wie sein Buch – "Baum für Baum", oekom Verlag, ISBN 978-3865812087, 12.90 Euro – gibt es sie natürlich auch im Online Shop von www.plant-for-the-planet.org.

 

Text: HHReichelt, Fotos: www.plant-for-the-planet.org, dpa, HHReichelt

Globuli in der vierten Generation

Bei den Finkbeiners ist die Homöopathie ist immer dabei, zu Hause und auf Reisen. Felix: „Meine Tante ist Ärztin, sie hat einen ganzen Schrank voller Globuli. Wenn meine beiden Schwestern, meine Eltern oder ich Beschwerden haben, hilft sie uns damit.“ Obendrein vertrauen seine Eltern einem Heilpraktiker, der sie ebenfalls mit Hahnemanns Medizin behandelt. „Ich bin damit groß geworden“, erzählt Felix’ Mutter Karolin, „schon mein Großvater ist zum Homöopathen gegangen. Ich kenne mich mittlerweile auch ganz gut aus, aber wenn’s kompliziert wird, hole ich mir natürlich Hilfe. Von Antibiotika bin ich nicht so ein großer Freund – meist macht es mehr kaputt als es kuriert.“

GLOBULiX-Fans!

NEU: Dein Gluten-Ratgeber

www.flourrebels.com: Dein glutenfreier Gourmet-Shop

Globuli: erste Wahl für Kids!

Erfahrungsmedizin: Schätze der Frauen-Homöopathie 

Starker Partner: emotionale 

Aromatherapie 

Entwicklungshelfer Ärzte ohne Grenzen

Chefredakteurin Katrin Reichelt & Friends bloggen

BESTSELLER

Guter Rat für Einsteiger:

Die magische 11 der Homöopathie

K. Reichelt, S. Sommer,

GU, 12.99 Euro

Globuli bei Angst & Burnout 

HOMÖOPATHIE-EXPERTIN

HP Petra Hofmanns Blog

Homöopathische Mittel bei apo-rot. Große Auswahl & kleine Preise!

Bauchgefühl: ganzheitliche Strategien bei Gluten-Intoleranz

Laufen macht fit, sagt die Uni Harvard. Am schönsten ist es auf dem Golfplatz

Es gibt noch viel zu tun: sanfte Medizin für alle 

EINFACH GESUND

Die 12 wichtigsten  Hausmittel  auf einen Blick

ALTERNATIVEN

Ein Plädoyer für komplementäre Medizin: Globuli statt Pillen,

K. Reichelt, S. Sommer,

GU, 9.99 Euro, Kindle

KOLUMNE

Your Homeopathy Guide in English

NACHLESE

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© GLOBULiX® Katrin Reichelt/Hans-Heinrich Reichelt 2012 |Wunderbare Jahre Verlag