Kinderbuchautor Paul Maar

Mit dem Sams auf Du und Du

 

von Hans-Heinrich Reichelt

 

Ein Dienstagmorgen, zehn Uhr. Nach dem Klingeln dauert es vielleicht 15, 20 Sekunden. Dann öffnet sich die Tür, ein Herr mit einem freundlichen Lächeln sagt: „GutenMorgen. Schön, dass Sie da sind. Kommen Sie bitte herein.“ Wir sind bei Paul Maar, in seinem Zuhause in einer kleinen Gasse der Bamberger Altstadt. Wir sind bei dem Mann, den Millionen Kinder lieben – bei Deutschlands erfolgreichstem Kinderbuchautor. Er hat die Kinder- und Jugendbuchliteratur geprägt. 

Hausbesuch bei einem ungewöhnlichen Mann, um Kindern (und sicher auch deren Eltern) ein paar Fragen zu beantworten – zum Beispiel diese:Wo schreibt er die wunderbarenGeschichten, die inzwischen in 21  Sprachen übersetzt wurden? Und wann? Was antwortet er Kindern, die ihn in ihren Briefen ins Vertrauen ziehen und über ihre größten Kümmernisse schreiben? Und natürlich: Wie ist er überhaupt auf das Sams gekommen?

"Meine Hauptfigur", sagt Paul Maar und schmunzelt auf seine unnachahmliche Weise, "war Herr Taschenbier. Er istschüchtern, ängstlich, spricht wenig, ist nie besonders fröhlich. Ich wollte ihm eine Gegenfigur geben, die das genaueGegenteil ist: frech, mutig, quatscht jeden an, macht ständig Witze und ist immer gut gelaunt. So erfand ich das Sams." 

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Da drängt sich natürlich die Frage auf, mit welcher seinerFiguren er am meisten gemeinsam hat … "Mit Kilian aus ,Andere Kinder wohnen auch bei ihren Eltern‘ – denn da erzähle ich meine eigene Kindheit. Von den erfundenen Buchfiguren gleicht mir Herr Mon aus den Samsbüchern: Er ist ein wenig schusselig, liebt Tiere,hat einen Schnurrbart wie ich und trägt lieber Pullover als Anzüge."

 

SAMSTAGS IST BRIEFTAG

Paul Maar zuzuhören, ist eine Sternstunde! Hier, im Bamberger Wohnzimmer, spricht kein selbstherrlicher Bestsellerautor. Hier spricht jemand mit Herz und Seele. Hier ist jemand, der seine jungen Leserund Leserinnen nicht nur unterhält, sondern sie ernstnimmt. Das zeigt sich unter anderem so: Es gibt keinen unbeantworteten Brief von Kindern. Paul Maar: "Meist setze ich mich am Samstag und Sonntag an den Schreibtisch." Was die Kinder schreiben, kommt Woche für Woche in einen eigenen Karton. Und da steht dann zu lesen: "Für den lieben Paul Maar von der lieben Hanna …" Oder neben einer Zeichnung: "Das soll ein Garten sein, und da landet ein Raumschiff, und daraus steigt eine Fee aus."

Aber auch dieser Brief ist unter den Einsendern: "Wenn ich abends im Bett liege, dann stelle ich mir vor, jetzt kommtdas Sams zu mir. Und dann sagt das Sams: ,Julia, Du hast einen Wunsch frei.‘ Und dann weiß ich, was ich sage: ,Sams, ich wünsche mir, dass Papa von dieser doofen Frau weggeht und endlich wieder zurück in unsere Familie kommt‘." Wie lautet dann die Antwort? Er ist auf einmal ganz ernst. "Dabei hilft mir meine Frau, eine Familientherapeutin. Denn einerseits kann ich dem Mädchen nichts versprechen, was ich nicht halten kann. Andererseits will ich ihr natürlich auch bewusst machen, dass sie ganz sicher von ihrem Vater geliebt wird, obwohl er gerade nicht da ist."

Paul Maar, Jahrgang 1937 , hatte selbst keineerfreuliche Kindheit. Sie fiel in das Ende des Zweiten Weltkrieges. "Viele Nächte habe ich angezogen im Bett gelegen. Beim Fliegeralarm hatten wir nicht genug Zeit, uns anzuziehen. Man musste nur schnell in die Schuhe schlüpfen und dann mit der Mutter und der gehbehinderten Oma in den Keller flüchten …" Und Jahre später, als sein Vater 1947  aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause kam, macht der ihm das Leben auch nicht gerade leicht. Der damals zehnjährige Bub, der so gern Bücher las, musste sich vieles anhören, wie: "Wenn man liest, dann hat man nichts zu tun und kann auch erstmal mit dem Besen den Hof fegen." Er sagt: „Mein Vater fand 100  Gründe, mir das Lesen zu verbieten. Es führe zu einer schlechten Haltung, zu gebeugtem Rücken, es mache kurzsichtig und lenke vom Lernen ab. Er hielt Lesen schlichtweg für Zeitverschwendung."

Diese Einstellung änderte sich mit den ersten Buchpreisen: "Das war der Moment, in dem er sehr stolz auf mich war und meine Tätigkeit akzeptiert hat."

 

EIN BLICK IN DIE DICHTERSTUBE

Ich werfe einen Blick in Maars Büro: „Und hier entstehen all die wunderbaren Bücher …!?“ Er schüttelt den Kopf: "Nein, hier könnte ich nicht schreiben. Hier klingelt andauernd das Telefon. Ich schreibe in totaler Abgeschiedenheit." Das ist ein Haus auf dem Land am Waldrand, 40 Kilometer von Bamberg entfernt. Nur die Familie hat die Telefonnummer. Ab morgens um neun sitzt Paul Maar am Tisch und lässt seinen Fantasien freien Lauf. Er lacht: "Die Gedanken wissen, dass sie morgens um neun Uhr zu mir kommen müssen!"

Die ersten zehn Seiten schreibt er mit dem Stift. "Das ist eine Marotte von mir – je spitzer der Stift, desto feiner die Gedanken. Ich brauche beim Schreiben den Widerstand des Papiers.Wenn’s dann läuft, dann geht’s für den Rest des Buches anden Computer." Ein paar Wochen lebt Maar in dieser Isolation, in dieser tiefen Konzentration. Am Wochenendekommt seine Frau. Und wer darf während des Schreibens die ersten Seiten lesen? "Niemand, absolut niemand", sagt Paul Maar, "ich versetze mich ja beim Schreiben in eine Art Euphorie. Schon der kleinste Einwand würde mir für mindestens drei Tage das Schreiben verleiden."

Wenn das Buch dann fertig ist, ist er "offen für gnadenlose Kritik". SeineFrau liest und auch sein Sohn Michael, der in Berlin als Schriftsteller und renommierter Literaturkritiker tätig ist. Eigentlich ein schönes Leben, für Kinder zu schreiben … "Oh ja, das stimmt. Ich habe ja damals meinen Kindern zuliebe angefangen, Kinderbücher zu schreiben. Die Bücher, die ich ihnen damals als Student aus der Stadtbibliothek mitgebracht und vorgelesen habe, gefielen mir alle nicht. Ich wollte für sie Bücher schreiben, die ich als Kind selbst gern gelesen hätte." Mehr Infos: www.dassams.de

 

Text: HHReichelt, Fotos: Oetinger Verlag

Paul Maars Homöopathie-Familie

"Das ist ja interessant, dass ausgerechnet ein Homöopathie-Magazin über mich berichten möchte", sagte Paul Maar. Wieso?, frage ich. "Weil meine Familie und ich der Homöopathie tatsächlich sehr nahe stehen."

Vordenkerin für Hahnemanns Medizin in der Familie Maar ist Tochter Katja. Sie ist Krankenschwester, hat eine Ausbildung zur Heilpraktikerin beendet und ist nun dabei, Homöopathin zu werden, um in Bamberg eine eigene Praxis zu eröffnen.

Paul Maar: "Die Globuli, die sie uns empfohlenhat, waren immer sehr wirksam –bei mir besonders gegen Erkältungenund Verdauungsbeschwerden." Er lächelt: "Von meiner Tochter weiß ich, dass ich ein sogenannter Sulfur-Typ bin."

Auch Katjas Schwester Anne, Chefin eines Theaters, steht der Homöopathie sehr wohlwollend gegenüber. Paul Maar: "Manchmal fährt Katja zu ihrer Schwester, berät sie und einige Schauspieler des Theaters."

Apropos Theater: Paul Maar hat nicht nur das freche, rüsselnasige, Wünsche erfüllende Fantasie-Wesen "Sams" erfunden. Was viele gar nicht wissen: Er ist der seit Jahren meistgespielte deutsche Kindertheater-Autor! Aus seiner Feder stammen mehr als 20 Theaterstücke, Musicals und Kinderopern. Und in den Kinos lief gerade sein Film "Sams im Glück", der mit dem Kinder-Medien-Preis "Der weiße Elefant 2012" ausgezeichnet wurde.

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