Wie gewiss ist Wissenschaft?

„Man sollte niemals zu einem Arzt gehen, ohne zu wissen, was

dessen Lieblingsdiagnose ist.“

Henry Fielding (1707-54), engl. Schriftsteller u. Humorist

von Katrin Reichelt

Die Erkenntnis, dass ausgerechnet das Nahrungsmittel, dem wir in der westlichen Welt am meisten vertrauen, zum Killer werden kann, erschüttert den Globus. Weizen!

Im Verlauf von 50 Jahren stellen Wissenschaftler Tausende scheinbar bahnbrechender Grundannahmen auf – und verwerfen sie wieder. Manche nach Tagen, andere nach Wochen.

Eine bis dato unerschütterliche jedoch schien diese zu sein: „Weizen ist gesund“. Er ist nicht nur in Weißbrot zu finden, sondern auch in kernigem Schwarzbrot. Er steckt nicht nur in Törtchen, sondern auch in den meisten knusprigen Müslis. Und nun das: 90 Prozent unserer weiter verarbeiteten Lebensmittel enthalten den Teil des Weizens, der Menschen auf zahllose Weisen krank macht: Gluten.

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DIE WELT DER WISSENSCHAFT STEHT KOPF. HOFFENTLICH.

 

Gluten-Intoleranz stellt Medizin, wie wir sie bisher kannten, auf den Kopf. Viele unerklärliche Leiden erscheinen in neuem Licht: chronische Rückenschmerzen, Herzinfarkt, Diabetes, Krebs, chronische Darmentzündung, Restless Legs, Autismus, Gedächtnisstörungen, Depressionen – allesamt von namhaften Experten als Folgen von Gluten-Unverträglichkeit geoutet. Gebündelt und veröffentlicht im Journal of the American Medical Association (JAMA). Ein 5-Milliarden-Dollar-Business wittern die Amerikaner schon jetzt. Pappige, glutenfreie Produkte ohne einen Hauch von Vitaminen sprengen bereits jetzt die Supermarktregale. Wenn sich die Pharma-Branche erstmal einklinkt und ein genetisch manipuliertes Medikament gegen die Folgen des genetisch manipulierten Weizens entwickelt … dann wächst die Wirtschaft Richtung Himmel und sogar die Wall Street könnte sich erholen.

Dass uns zu viel und zu fett zu essen krank macht … das wussten wir schon lange. Doch diese ganze Kette von Krankheiten, ausgelöst durch frisches Brot, unschuldige Nudeln, Morgen-Müslis, duftende Kekse, knusprige Pizza? Auf drei diagnostizierte Fälle kommen 97, die noch nichts von ihrem Unglück ahnen. Bis zur Diagnose vergehen in den allermeisten Fällen Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Und genau genommen fehlen bei Gluten-Intoleranz sogar die Testmethoden. Wir fühlten uns auf der sicheren Seite, wenn wir in die Bäckerei gingen. Das ist vorbei.

„Die Wissenschaft – richtig verstanden – heilt Menschen von ihrem unangebrachten Stolz, denn sie zeigt ihnen ihre Grenzen.“

 Albert Schweitzer (1875 – 1965)

 

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50 JAHRE AUF EINEM PULVERFASS
Wir kannten noch nicht die Auswirkung von genetisch manipuliertem Weizen – so wie wir auch sonst nicht die Langzeitwirkung der Genmanipulation kennen –  bei dem der Eiweißanteil des Weizens um 40 Prozent aufgeblasen wurde. Superweizen. Klingt gut. Ist aber verhängnisvoll … und in seiner Langzeitnebenwirkung, so scheint es zumindest, so furchterregend wie die unsachgemäß konsumierten Antibiotika.

Was den Einsatz von Antibiotika angeht, hat es Jahrzehnte gedauert, um zu begreifen: Ihre Wirksamkeit hängt unbedingt von der sachgemäßen Anwendung ab. Die jedoch kennen oft nicht einmal Ärzte. Sie verschreiben sie gegen Viren, was nicht nur nutzlos, sondern für unsere inneres Ökosystem sogar schädlich ist. Sie weisen Patienten nicht darauf hin, dass die Tabletten unter allen Umständen nach Anweisung zu Ende genommen werden müssen, auch wenn man sich am Tag 3 wieder topfit fühlt. Und Patienten machen ihrerseits am anderen Ende der Handlungskette oft einfach, was sie wollen, gegen jede Vernunft. So haben die hochpotenten Medikamente sich schließlich irgendwann gegen uns gerichtet, in einem furchterregenden Ausmaß.

Wer hätte denn ahnen können, dass solche Gefahr auch von etwas so scheinbar harmlosem wie Gluten droht?! Dass es, wie auch die Antibiotika, die Darmschleimhaut angreift, wenn auch von einer anderen Seite? Kommen beide zusammen – zu viele Antibiotika, zu viel Gluten – potenziert sich das Ganze. Wir haben 50 Jahre nichtsahnend auf einem Pulverfass gesessen. Jetzt ist es hoch gegangen.

Darmkrebsvorsorge: bei Gluten-Intoleranz unerlässlich!

WAHRHEIT TRÄGT OFT DEN IRRTUM BEREITS IN SICH.

Ein sogenannter Paradigmenwechsel ist normal in den Naturwissenschaften. Erst galt den Weisen die Erde als eine Scheibe. Dann die Einsicht: Nein, die Erde ist rund. So oder ähnlich gibt es immer wieder Entdeckungen, die korrigiert werden müssen. Wofür zuvor gemordet wurde, mit Worten und Taten, war schlicht – ein Irrtum.
 
Wir wollen Antworten, die für immer gelten … ganz besonders dann, wenn wir krank und verletzlich werden. Doch Fakt ist: Es gibt sie nicht, jedenfalls nicht dort, wo wir sie suchen. Ein Atom ist an sich harmlos, solange niemand eine Atombombe daraus baut. Weizen ist an sich harmlos, solange niemand Superweizen daraus macht. Antibiotika sind zwar nicht harmlos, waren aber oft genug lebensrettend, wenn man sie bei genau definierten Indikationen verabreichte. Selbst Homöopathie ist nicht harmlos, wenn man sich wahllos und ohne kompetente Experten dauernd irgendwelche Hochpotenzen einwirft. Wenn überhaupt etwas wahr ist im Leben und in der Medizin, dann dies: Die Dosis macht das Gift.

Nichts ist absolut, außer dem Nichts selbst. 

Das, von dem wir glauben, es sei in Stein gemeißelt, ist im Idealfall lediglich eine Annahme, die sich über einen langen Zeitraum bei vielen Menschen bestätigt. Wie zum Beispiel die Wirksamkeit des Aspirins – selbst wenn man bei den allermeisten Komponenten nicht einmal weiß, warum sie eigentlich wirken. Beim Aspirin überwiegt der Nutzen bei weitem den Schaden. Das können nicht einmal viele Vitamintabletten von sich behaupten.

Beim Weizen ist es umgekehrt: Der Schaden fängt an, dem Nutzen den Rang abzulaufen. Die Nachrichten überschlagen sich: Schizophrenie-Risiko beim Baby, wenn die Schwangere Gluten-sensitiv ist. Gelenke, die schmerzen, Knochen, die brechen. Rückenschmerzen, die selbst mit der ausgefeiltesten Bilddiagnostik nicht zugeordnet werden können. Seelen, die sich nach einem Stück Torte massiv verdunkeln. Nahrungsmittelunverträglichkeiten – unter anderem von Gluten – breiten sich aus wie Buschfeuer in australischen Trockenperioden.

 

MENSCHLICHE VERSUCHSKANINCHEN

Was die Ernährung angeht, müssen wir im Moment unser Leben riskieren, um es zu bewahren … solange, bis klarer wird, was uns krank macht – und wie. Nicht nur als Tiere, auch als Menschen müssen wir nicht nur ernten, was wir gesät haben … wir müssen es buchstäblich fressen.
Bisher fällt Ärzten wenig Besseres ein, als Gluten aus der Diät zu streichen, abzuwarten, ob es besser wird, und dann erneut Weizen oder Roggen zu verabreichen, um die Gegenprobe zu machen. Wenn Ihnen schlecht wird, Sie Durchfall bekommen, Blähungen oder Migräne – hurra! – dann, ja dann, war  tatsächlich Gluten der Übeltäter. Nur so werden Betroffene letztendlich erfahren, was ihnen ein Nobelpreisträger in irgendeinem Labor mit seinem Superweizen tatsächlich eingebrockt hat.

Wir können jederzeit umdenken.

AUCH FRANKENSTEIN WURDE UNSCHULDIG GEBOREN

So wie bei der AIDS-Erkrankung, die bereits in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts erstmalig beschrieben wurde, hat es auch beim Weizen Jahrzehnte gedauert, bis sichtbar wurde: Wir haben uns ein wirklich ernsthaftes Gesundheitsproblem im wahrsten Sinne des Wortes heran gezüchtet. 
Es betrifft nicht nur diejenigen, deren Immunsystem jetzt schon Amok läuft, sobald es glutenhaltiges Brot wittert. Es betrifft uns alle. Denn wir wissen nicht, wann genau wir unsere persönliches Limit an Unverträglichkeits-Potenzialen erreicht haben. Wann unsere eigenen genetischen Schalter sich umlegen, weil sie mit der ganzen genetisch veränderten Nahrung nichts mehr anfangen können.

In der Welt der Wissenschaft ist Umdenken nicht immer willkommen. Dazwischen rauschen viele Egos in frisch gestärkten Kitteln durch die Gänge und verteidigen den Status quo.

Wie weit sie dabei tatsächlich gehen, ist (nicht nur) am berühmten Beispiel von Dr. Ignaz Semmelweis Legende geworden: Der Wiener Geburtsmediziner empfahl seinen Kollegen, sich vor der Untersuchung der Wöchnerinnen die Hände gründlich zu waschen. Denn bis dahin waren die Ärzte direkt aus dem Seziersaal zu den Müttern marschiert und hatten die Leichengifte auf Brüste und Geburtswunden übertragen. Die Müttersterblichkeit durch Blutvergiftung war entsprechend exorbitant hoch. Als die Mediziner schließlich äußerst widerwillig, zynisch und herablassend dem Rat von Semmelweis folgten, konnte das so genannte Kindbettfieber in ganz Europa von 12,3 auf 1,3 Prozent gesenkt werden.
Für diesen Erfolg wurde Ignaz Semmelweis so sehr gehasst und verfolgt, dass er schließlich in einer psychiatrischen Klinik und weitestgehend wahnsinnig geworden an Blutvergiftung starb. Er war längst tot, als Rudolf Virchow die tatsächliche Existenz von Bakterien entdeckte. 

"DU SOLLST NICHT MERKEN."


Wir wissen um die Gefahren von Pestiziden, künstlichen Düngern, Dioxin im Boden, von Hormonen und Antibiotika, die in unsere Nahrungskette gelangen. Wir essen sie trotzdem. Nur 4 Prozent der Nahrung auf unseren Tischen ist Bio. Einer der Hauptgründe ist, dass Wissenschaftler immer noch behaupten, all das sei harmlos. Wir sind Gewohnheitstiere … wir wollen es gerne glauben. Der zweite Grund ist, dass kaum jemand die etwas höheren Kosten für Bioprodukte gegen die ungleich höheren Kosten z. B. einer Krebserkrankung aufrechnet.



WIE SICHER GENAU IST EIGENTLICH "SICHER"?

  • Nur durch eigenes Erleben konnten Ärzte und Patienten u. a. auch erfahren, dass eine neue Generation von Rheuma-Medikamenten, sogenannte COX-2-Hemmer,  zu einem bitteren Beispiel enttäuschter Hoffnungen wurden. Sie sollten den Schmerzen ein Ende bereiten und mussten nach kurzer Zeit wieder vom Markt genommen wurden, weil sie lebensgefährliche Nebenwirkungen haben.
  • Calcium, das Frauen in der Menopause regelmäßig zur Stärkung ihrer Knochen empfohlen wird, entpuppt sich gerade als hinterhältiger Feind des Herzens.
  • Ebenso wie die Hormone, die die Hitzewallungen der Wechseljahre unterdrücken und die Stimmungsschwankungen abmildern sollen. Nicht nur Herzinfarkte nahmen unter ihrem Einfluss drastisch zu, sondern auch Thrombosen (lebensbedrohliche Blutgerinnsel) und Brustkrebserkrankungen – so sehr, dass die Vergleichsstudien an 100.000 Frauen abgebrochen werden mussten. Doch zuvor, in den 70er bis 2000er Jahren, hatten bereits zig Millionen Frauen in der westlichen Welt genau diese Hormone eingenommen, weil ihnen gesagt wurde, sie seien „natürlich“ und hätten deshalb keinerlei Nebenwirkungen.


ENTSCHEIDUNG AUF DER BASIS VON WISSEN

  • Durch Erfahrung haben Experten und ihre Patienten schmerzlich gelernt, dass Chemotherapie zwar in überwältigendem Ausmaß verabreicht wird – jedoch nur bei gut 10 % aller Krebserkrankungen überhaupt im Sinne von Heilung wirkt – wie z. B. bei kindlicher Leukämie, bei Hodenkrebs oder bestimmten Lymphomen. Immer vorausgesetzt die Erkrankung wurde früh genug entdeckt.
  • Bei Brustkrebs sieht die Statistik deutlich schlechter aus:
    80 % der Frauen bekommen Chemotherapie. Doch nur 20 % profitieren tatsächlich davon. Kaum eine Frau wird von ihrem Arzt über diese Fakten aufgeklärt. Weil man leider in vielen Fällen nicht genau weiß, bei welcher Frau die Zellgifte wirken, werden sie vorsichtshalber verabreicht – heute jedoch zumindest einen Zyklus lang  schon vor der Operation, um zu sehen, ob der Tumor überhaupt darauf reagiert und kleiner wird.
  • „Die Fünf-Jahres-Überlebensrate bedeutet nicht: Sie sind gesund“, erklärte uns ein Experte. „Sie bedeutet nur: Sie haben diese fünf Jahre überlebt. Kommt der Krebs nur eine Woche später wieder zurück, gilt er aus schulmedizinischer Sicht als neue Erkrankung.“

Menschen gehen weit, oft zu weit, um sich selbst in Sicherheit zu wiegen – und um Gewissheit zu verkaufen. Sie verpassen genau dadurch wichtige Chancen: zum Beispiel die, sich ohne weitere Medikamente von den Folgen der Gluten-Intoleranz zu befreien, einfach nur durch Nahrungsumstellung. Oder die Chancen komplementärer Medizin, die sich (nicht nur) bei Krebserkrankungen als extrem hilfreich erwiesen hat: allem voran die Ernährung – denn Krebs kann nur leben, wenn Zucker ihn nährt; dazu Psychoonkologie, um den furchtbaren Schrecken zu verarbeiten; Akupunktur, Homöopathie, Misteltherapie, um nur einige zu nennen.

Egal, wie gut die Therapie ist, wie neu, wie modern, wie bahnbrechend: Nur die Zeit kann zeigen, ob sie tatsächlich hält, was sie verspricht. Und selbst wenn: Immer ist unser Instinkt gefragt, gesunder Menschenverstand, die innere Stimme. „Genauso wichtig wie die körperliche Immunität ist die seelische“, sagte der Hamburger Brustkrebs-Experte Prof. Dr. Peter Schmidt-Rohde auf einer Informations-Veranstaltung für Patientinnen. „Nur wenn eine Frau vollkommen mit ihrer Behandlung einverstanden ist, kann die Therapie optimal wirken.“

BUCHTIPP

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